Dauner Eisenbahngeschichte bleibt lebendig

Dauner Eisenbahngeschichte bleibt lebendig

Die Eisenbahnfreunde Vulkaneifel Daun sind dabei, sich auf die Saison vorzubereiten. Der Verein hat zwei Arbeitsgruppen: Eine Abteilung ist für Modellbahnbau zuständig (zehn Mitglieder, davon fünf Jugendliche) und eine andere Gruppe (15 Mitglieder) kümmert sich um die Betreuung des Restaurantwagens.

Daun. Auf mehr als 20 Jahre Vereinsgeschichte blicken die Eisenbahnfreunde Vulkaneifel Daun mittlerweile zurück. Aber zurücklehnen können sie sich nicht, denn es gibt immer etwas zu tun. Der Mittelpunkt des Vereins ist die große Modellbahnanlage im Gebäude des alten Dauner Bahnhofs.

Sie zeigt den Bahnhof in seiner ursprünglichen Größe mit allen noch vorhandenen oder bereits abgerissenen Bauwerken sowie Teile der Strecken nach Mayen, Gerolstein und Wittlich, mit dem Dauner Viadukt, dem Tunnel und dem Bahnhof Schalkenmehren. Auf der Anlage laufen Nachbildungen von Zügen, die einmal die Eifelstrecken befahren haben. Die Anlage besteht aus etwa 200 Metern Gleis, 49 Elektroweichen und 16 Handweichen. Sieben Transformatoren sorgen dafür, dass die Züge auf allen Streckenabschnitten optimal fahren können.

Eifeler Eisenbahngeschichte



In den Vitrinen sieht man Beispiele aus der Eisenbahngeschichte in der Eifel. Vor dem Modell des Dauner Bahnhofs - unter den Originalbahnhofschildern Daun und Schalkenmehren, die man ergattern konnte - erklärt Hermann Grüter, der von der ersten Stunde an als Leiter des Arbeitskreises "Modellbahn" der Dauner Eisenbahnfreunde zuständig ist: "2010 haben wir den angrenzenden Straßenzug Im Leyen durch eine Fotokulisse ergänzt, so dass der Aufbau der Realität entspricht."

Die Züge auf der Modellbahnanlage sind durch viele Spenden finanziert worden, und teilweise haben sie auch die Mitglieder mitgebracht. Der Verein wurde am 14. Januar 1985 durch Hans Eisenhauer gegründet, der auch erster Präsident war.

Modell-Baubeginn 1986



1986 wurde bereits mit dem Modellbahnbau im Bahnhof Daun begonnen, der seither Mittelpunkt des Vereins ist und viele kleine und "große" Kinder anzieht.

Klaus Manderscheid, der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde, und Grüter wissen: "Der Ausbau wird nie fertiggestellt, weil immer wieder neue alte Eisenbahnutensilien hinzukommen. Wir sind froh, dass uns die Stadt Daun den Raum kostenlos zur Verfügung stellt, und in naher Zukunft wollen wir einen zweiten Raum ins Museum integrieren."

Der Verein hat aber mittlerweile auch eine andere Aufgabe übernommen. "Wir sind auch ein wenig zuständig für den am Bahnhof beginnenden Maare-Mosel-Radweg, denn wir geben hier viele Auskünfte über die Strecke und den Radlerbus, wobei wir auch Tausende Prospekte verteilen", sagt der Vorsitzende.

Gruppenführungen sind nach vorheriger Vereinbarung möglich. In den Ferienmonaten gibt es Treffpunkttage für Besucher, die Vorführungen wurden auf den 3. und 17. Juli, den 7. und 21. August sowie den 2. und 16. Oktober auf jeweils 10 bis 12.30 Uhr festgelegt. An diesen Tagen hat auch der vornehme Restaurantwagen 1. Klasse seine Türen für das Publikum geöffnet. Weitere Auskünfte gibt es bei Hermann Grüter, An der Treib 15, 54552 Nerdlen, Telefon: 06592/4772, sowie bei dem Vorsitzenden der Eisenbahnfreude, Klaus Manderscheid, Alte Darscheider Straße 10, Telefon 06592 /2316.bs

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