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Dauner Markt ab Mittwoch wieder geöffnet

AUS DEM ARCHIV: Mai 2020 : Zwangspause beendet – Marktkaufleute machen wieder in Daun Station

Ab Mittwoch machen die Marktkaufleute wieder in Daun Halt. In der Kreisstadt ist dann von 9 bis 13 Uhr der Krammarkt geöffnet und auch wenn die Laurentiuskirmes ausfällt, den traditionellen Markt soll es dennoch geben.

Er ist seit jeher ein Publikumsmagnet: der Laurentiusmarkt, der traditionell zum Abschluss der Dauner Kirmes Anfang August stattfindet. Aber er ist nicht nur bei den Besuchern beliebt, sondern auch bei den Marktkaufleuten. „300 Händler auf 3000 Metern“ heißt seit vielen Jahren der Slogan, mit dem für den die ganze Innenstadt umfassende Markt geworben wird.

Wie so vielen anderen Veranstaltungen hat Corona auch dem Laurentiusmarkt und mit ihm auch gleich dem ganzen Volksfest den Garaus gemacht. Aber ganz auf einen Markt am 12. August verzichten möchte Dieter Wilhelm, Marktmeister der Stadt Daun, dann doch nicht und auch der bisher ausgefallene Krammarkt steht schon wieder in den Startlöchern: am Mittwoch wird auch er wieder ausgerichtet.

Fest steht für den großen Bruder des Krammarktes im August wohl, dass er nicht in der gewohnten Form stattfinden kann. 300 Händler auf 3000 Metern wird es sicher nicht geben, „und wenn es auch eine abgespeckte Variante ist, Hauptsache, an diesem Tag findet wie schon seit vielen, vielen Jahren ein Markt statt“, sagt der frühere Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins Daun. Die Markttradition in der Kreisstadt hat Regionalhistoriker Alois Mayer (Daun-Pützborn) erforscht.

Er ist dabei zum Schluss gekommen, dass dieser zu den ältesten Markttraditionen in der Vulkaneifel zu zählen ist. Im 14. Jahrhundert wurde Daun zur Stadt, womit viele Rechte verbunden waren, unter anderem auch das Marktrecht. Unter „Marktfrieden“ sicherte der Dauner Burgherr sicheres Geleit zu. Wahrzeichen des Friedens war das Marktkreuz, das in Daun bis 1824 an der Stelle der heutigen Adler-Apotheke stand.

Eine lange Tradition hat aber nicht nur der Laurentiusmarkt, sondern haben seit vielen Hundert Jahren eben auch die monatlich stattfindenden Märkte. „Und die wollen wir erhalten und unterstützen“, sagt Wilhelm, mit Blick darauf, dass auch die Marktkaufleute unter den Folgen von Corona leiden. „Über den Winter fallen die Umsätze bekanntlich nicht üppg aus, und nun auch noch die Pandamie, durch die viele Märkte abgesagt werden mussten.“

Aber es geht ja nun auch wieder los: Am Mittwoch, 13. Mai, gibt es von 9 bis 13 Uhr wieder einen Krammarkt in der Kreisstadt. Unter veränderten Begleitumständen, „aber beispielweise die Abstandsregelungen sind bei einer solchen Freiluftveranstaltung sicher gut einzuhalten“, ist der Marktmeister überzeugt.