Dauner Soldaten können von Freizeitberater profitieren

Dauner Soldaten können von Freizeitberater profitieren

Mit dem neuen Freizeit-, Sozial- und Betreuungszentrum am Standort Daun, das ins 2013 bestehende Projekt Sohrglos eingegliedert ist, ist nun in der Heinrich-Hertz Kaserne in Daun das größte Freizeitzentrum der Bundeswehr eröffnet worden.

Daun "Auf das, was wir hier in Daun geschaffen haben, darf man mit Recht stolz sein", sagte Oberstleutnant Sascha Roth bei der Eröffnung des neuen Sozial- und Betreuungszentrums in der Heinrich-Hertz-Kaserne. Auch Gregor Bellin, Geschäftsführer der KAS (Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung), die das Projekt initiiert und gefördert hat, lobte das neue KAS- Freizeitzentrum.

"Wir haben es geschafft! In Daun ist ein wichtiger Bestandteil des Attraktivitätsangebotes der Bundeswehr geschaffen worden. Nutzen Sie die erstklassigen Möglichkeiten des Sohrglos- und Betreuungszentrums", sagte er. Ziel der neuen Einrichtung ist es, allen Angehörigen des Standortes Daun das soldatische Leben mit Einsatz- und Schichtdienst sozial verträglicher zu machen und auch das kameradschaftliche und kollegiale Miteinander in der Heinrich Hertz Kaserne zu verbessern.

Lange wurde geplant und gearbeitet, um das Sozial- und Betreuungszentrum mit Freizeitzentrum zu errichten. "Es hat schon einige Zeit gedauert, bis wir die Räume dafür hatten. Das war nicht ganz einfach", gibt Frank Engelbertz, Leiter des Betreuungsbüros zu. Genutzt wurde dafür das leerstehende Mannschaftsheim, hier hat auch das Cafe Sanssouci ("ohne Sorge") seinen Standort. Hier hat man schon länger ein Ohr für die Sorgen der Angehörigen des Standortes Daun. Deshalb hat das Sozial- und Betreuungszentrum am Standort Daun auch einen passenden Namen. "Sohrglos" wird das größte Freizeitzentrum der Bundeswehr genannt. "Das Konzept basiert auf dem gemeinsamen Erleben", sagt Oberstleutnant Sascha Roth.

Rund 950 Soldaten und über 400 Beamte und Zivilisten haben in der Dauner Kaserne ihren Arbeitsplatz, ein Arbeitsplatz, der besonders für die Soldaten und ihre Angehörigen oft auch viele Probleme mit sich bringt.
Soziale und psychosoziale Komponenten sowie die offene Betreuung durch die KAS gab es bereits; im neuen Sozial- und Betreuungszentrum gibt es nun auch eine Einsatz- und Familienbetreuungstelle, ein Eltern/Kind-Arbeitszimmer, das evangelische Militärpfarramt ist hier untergebracht, es gibt einen Freizeitberater. Und es ist mit Hilfe der KAS auch daran gedacht worden, eigene Tagesmütter ausbilden zu lassen, um in Notfällen die Kinder von Angehörigen in den Räumen zu betreuen. Sechs Räume gehören zum Freizeitzentrum der Bundeswehr in Daun. Auf rund 400 Quadratmetern Fläche stehen DVD- oder Buchausleihe, Playstation-Konsolen, Casinotisch, Billard, Kicker, 40 Gesellschaftsspiele, ein Kinoraum und 22 Fahrräder für Soldaten, Angehörige und Mitarbeiter bereit. Als "Musterlösung" im Bereich der Betreuung und Fürsorge für alle Soldaten sowie auch für alle Zivilbeschäftigten der Bundeswehr sieht Nico Happel, Leiter des Sohrglos, das neue Angebot.ANGEBOTE IM NEUEN SOZIAL- UND BETREUUNGSZENTRUM

Extra

Hier arbeiten die Militärische Führung, EloKaBtl 931, und die Auswertezentrale EloKa, die Militärseelsorge, der Personalrat, der Psychologischer Dienst der Bundeswehr, der Truppenarzt, der Sozialdienst, KAS/EAS, die Katholische Familienstiftung für Soldaten und der Truppenarzt. Ebenfalls dort anzutreffen: betriebliches Gesundheitsmanagement, Kümmerer der Verbandsgemeindeverwaltung/Stadt Daun, Jugendamt Daun, Schwerbehindertenvertretung, GesundLand Vulkaneifel, Deutscher Reservistenverband, Soldatenhilfswerk, Truppenpsychologie, Lotse für Einsatzgeschädigte, Deutscher Bundeswehr- Verband, das Bundeswehrdienstleistungszentrum (BWDLZ) Mayen und das Bundeswehr-Sozialwerk zusammen.DAS KOSTETE DAS SOZIAL- UND BETREUUNGSZENTRUM

Extra

Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung war mit 25 000 Euro beteiligt, das Verteidigungsministerium mit 15 000 Euro. Mitarbeiter des technischen Betriebsdienstes des Bundeswehrdienstleistungszentrum (BWDLZ) Mayen arbeiteten bei der Einrichtung mit. "Es wurden aber auch viele vorhandene Ressourcen genutzt", findet Dieter Oster vom BWDLZ.