Den Anzug mit der roten Wanderjacke getauscht
Vom feinen Anzug in die Wanderklamotten: Um einen der Prädikats-Wanderwege in Rheinland- Pfalz kennenzulernen, wanderte die SPD-Landtagsfraktion im Rahmen von "Fraktion vor Ort" samt Wirtschaftsminister Hendrik Hering einige Kilometer auf dem neuen Eifelsteig und informierte sich dabei auch über den Eifeltourismus.
Kerpen. (HG) Vom Sitzungssaal in Mainz in die freie Natur zog es die Parlamentarier der SPD- Fraktion diesmal. Alle vier Wochen ist die "Fraktion vor Ort", um sich über das zu informieren, was draußen im Land vor sich geht und worüber im Landtag zu entscheiden ist. Das Thema des Fraktionstags auf dem neuen Premiumwanderweg Eifelsteig lautete "Tourismus in Rheinland-Pfalz - Perspektiven des Eifeltourismus". Neben den Abgeordneten des Landtags nahmen auch Landtagspräsident Joachim Mertes und Hendrik Hering, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, daran teil. Begrüßt wurden die Parlamentarier von Landrat Heinz Onnertz und Heike Bohn, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hillesheim.
190 000 Arbeitsplätze hängen in Rheinland-Pfalz am Tourismus, der jährlich 6,2 Milliarden Euro in die Kassen der Branche spült. Von dem "wichtigen Infrastrukturprojekt Eifelsteig", so Heike Bohn, versprechen sich alle Regionen entlang des 300 Kilometer langen Premiumwanderweges touristische Akzente in Form von mehr Besuchern und Geld in den Kassen der touristischen Betriebe. "Wir sind sicher, dass wir mit dem Eifelsteig einen Volltreffer landen, der Akzente setzen wird und ein Highlight für die Region werden wird", sagte denn auch Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer der Urlaubsregion Hillesheim. Im September, wenn die Beschilderung endlich steht, soll der Eifelsteig eröffnet werden. Rund 300 000 Euro wird die Realisierung kosten, das Land Rheinland- Pfalz wird die Kosten mit 70 Prozent fördern.
"Wir möchten den Menschen die faszinierende Landschaft näher bringen. Wenn der Eifelsteig fertig ist, wird er viele begeisterte Gäste bekommen, davon bin ich fest überzeugt", sagte auch Wirtschaftsminister Hendrik Hering. Die Landesregierung setzt bei der touristischen Vermarktung von Rheinland- Pfalz auf die vier Eckpunkte Gesundheitstouristik, Radtourismus, Wein und Kultur und das Wandern. "Kein Bundesland kann so viele faszinierende Regionen vorweisen. Deshalb haben wir auch den Ehrgeiz, das Wanderland Nummer eins in Deutschland zu werden. Wir wollen, dass unsere Gäste als begeisterte Werber nach Hause zurückkehren", sagte Hering. Doch dafür müsse auch noch viel getan werden. Qualitätstourismus heißt das Zauberwort. Das Land werde in Zukunft nur noch nach dem Aspekt der Qualität fördern, denn "erfolgreich ist man nur, wenn man eine gute Qualität hat", so der Minister. Das Land Rheinland-Pfalz will deshalb ein Förderprogramm in Höhe von 200 000 Euro zum Coaching der Hotel- und Gastronomiebetriebe initiieren.