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"Den Flüchtlingen muss man doch helfen"

"Den Flüchtlingen muss man doch helfen"

Leo Schauster, langjähriger Ortsbürgermeister von Rockeskyll, feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. Anstatt Geschenken wünschte er sich Spenden für das Café Asyl in Daun. Stolze 3825 Euro kamen zusammen.

Daun/Rockeskyll. Das vor gut einem Jahr gegründete Café Asyl im Dauner Haus der Jugend (HdJ) ist die Adresse für viele Flüchtlinge im Kreis. Hier können sie sich treffen, miteinander reden und ein paar unbeschwerte Stunden erleben. Bis zu 80 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Somalia oder Eritrea kommen jeden Montag. Um sie und ihre Probleme kümmern sich rund 60 Helfer. Die Initiatorin des Café Asyl, Rita Schmaus aus Daun, ist froh, dass der Treff großen Zuspruch bekommt. Ohne Geld läuft aber auch dort wenig.
Leo Schauster, 32 Jahre lang (bis 2001) Ortsbürgermeister von Rockeskyll, half auf seine Art. Zu seinem 80. Geburtstag am 19. April hatte der Jubilar auf der Einladungskarte mitgeteilt, dass er auf Geschenke verzichte und stattdessen um eine Spende für das Café Asyl bitte. Dieser Bitte kamen die 115 Gäste nach, und so kamen stolze 3825 Euro zusammen, die Schauster nun der Leiterin des Café Asyl überreichte.
"Ich war durch einen Leserbrief auf das Café Asyl und seine Nöte aufmerksam geworden und wollte etwas Gutes tun. Den Flüchtlingen muss man doch helfen", sagt Schauster. Rita Schmaus freute sich riesig und hofft auf Nachahmer.
"Mit dem Geld wollen wir die Sprachkurse am Samstag erweitern und einen Transfer zum und vom Café ermöglichen", erklärt sie. HG