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"Der abwechslungsreichste Wanderweg der Welt"

"Der abwechslungsreichste Wanderweg der Welt"

Die Markierungsarbeiten am Eifelsteig sind so weit abgeschlossen. Die Beschilderung soll auch bald folgen, doch bis der Premium-Wanderweg im Herbst eröffnet wird, sind die ersten Wanderer schon unterwegs. Zum Beispiel Manuel Andrack, langjähriger Begleiter von Harald Schmitt.

Hillesheim/Gerolstein/Manderscheid/Trier. (jtz) Der Eifelsteig ist da, auf 300 Kilometern schlängelt sich die Route zwischen Aachen und Trier über Kuppe und Tal, vorbei an den Maaren und Vulkanen. Nachdem die 140 Kilometer lange Wanderstrecke in der nordrhein-westfälischen Eifel bereits im vergangenen Jahr ausgeschildert wurde, laufen derzeit die Arbeiten im rheinland-pfälzischen Teil, um die blau-gelb-grünen Eifelsteig-Symbole anzubringen. Wolfgang Reh als Koordinator bei der Eifel-Tourismus GmbH Prüm (ET) sagt, dass der bereits mehrmals angekündigte Termin zur Eröffnung im Herbst stattfinden kann. "Es ist eben ein länderübergreifendes Projekt. Der Steig ist in der Bevölkerung anerkannt, denn bei der Wertschöpfung profitiert die ganze Eifel direkt oder indirekt", sagt Erich Schell aus Blankenheim.Die Pressereferentin der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH Koblenz, Gabriele Frijio, und ihre Mitstreiterin Uschi Regh von der ET führten jetzt eine 16-köpfige Gruppe von Trier über Kordel zum Butzerbachtal entlang der Wasserfälle zu den Pützlöchern im römischen Kupferbergwerk. In der Klostergaststätte Himmerod sprach Abt Bruno Fromme zu dem neuen Projekt und die Entwicklung rund um die Zisterzienserabtei . "Der Wanderpapst" und Buchautor Manuel Andrack war auch dabei und sprach über den Eifelsteig als den "abwechslungsreichsten Wanderweg der Welt". Touristikchef Rainer Schmitz (Manderscheid) stellte den ausgewählten Abschnitt von der Fahlbachbrücke bis zur Hahnerflächhütte und die Versuchsgrabung am Eckfelder Trockenmaar vor. Tobias Stadtfeld von der Heidsmühle sowie Stefan Kohler boten eine Wandervesper mit Produkten der Regionalmarke Eifel an. Beim Besuch des Kriminalhauses und Einkehr im "Café Sherlock" in Hillesheim gab Ralf Kramp einen Überblick zu den Schauplätzen der Krimiromane von Jacques Berndorf und ihm selbst. Am letzten Tag der Tour ging es von Mirbach bis Blankenheim. Die Erlöserkapelle, erst 1903 errichtet, stellt im Inneren verziert mit Goldmosaiken eine Mischung zwischen Gotteshaus, Ehrenhalle und Familiendenkmal dar. Das Lampertstal mit Orchideen und Knabenkräutern faszinierte. Als der 524 Meter hohe Kalvarienberg in Alendorf mit Kreuzweg, Wacholdersträuchern und einem Rundblick bis zur Nürburg erreicht wurde, schwärmten alle: "Es ist wie in der Toskana, nur der Rotwein fehlt." Der Eifelsteig sowie der historische Ortskern in Blankenheim begeisterten alle. Es ist eben ein Weg der vielen Facetten, und auf keiner Route wird es langweilig.