1. Region
  2. Vulkaneifel

Der aus Birresborn stammende Schriftsteller Christian Humberg schreibt jetzt auch Geschichten für Playmobil.

Literatur : Der Mann mit dem Spieltrieb

Der aus Birresborn stammende Schriftsteller Christian Humberg schreibt jetzt auch Geschichten für Playmobil. Das erste Kinderabenteuer heißt „Kampf um das Piratengold“.

Wer wie der aus Birresborn stammende und mittlerweile überwiegend in Mainz lebende Autor Christian Humberg den Deutschen Phantastikpreis bekam, von dem weiß man: Der Typ hat kein Faible für dröge Prosa, er hat sich einen kindlich-fantasievollen Geist bewahrt. Das gibt er auch selbst gern zu: „Klar, ohne das ginge es nicht.“ Er outet sich als Playmobilfan der ersten Stunde, der in der Badewanne seiner Kindheitstage gern mit dem großen Piratenschiff des Nürnberger Spielzeugherstellers planschte.

Dennoch war nicht er es, der sich nun beruflich an seinen Kindheitstraum heranpirschte, vielmehr wurden die Playmobil-Entscheider auf den Kinder- und Jugendbuchschriftsteller aufmerksam. Denn er steht nicht nur für erfolgreiche Serien wie „Drachengasse 13“ oder die im Dauner Eifelbildverlag erscheinende Reihe „Sagenhaft Eifel!“, sondern auch für Comics wie „Wickie und die starken Männer“.

Und um Comics im Playmobil-Magazin geht es bei der jetzt startenden Zusammenarbeit, die kindgerechte Abenteuer im Verlag Blue Ocean Entertainment hervorbringen wird. Der Verlag ist in Stuttgart ansässig und in Deutschland Marktführer für Kinderzeitschriften, Humberg ist bei ihm schon länger unter Vertrag.

Die erste Story mit dem Titel „Kampf um das Piratengold“ ist soeben erschienen, zwei weitere in Arbeit: ein Fußballabenteuer und eine Science-Fiction-Geschichte. Doch viele weitere sollen folgen. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung“, sagt Humberg, „denn so darf ich wieder Kind sein und spielen – sogar während der Arbeitszeit!“

Man kann allerdings davon ausgehen, dass auch seine vertrauten Herausforderungen nicht dazu angetan sind, ihm Langeweile zu bescheren. Schon im Kindergarten lernte er Sven Nieder kennen, heute Inhaber des Kraterleuchten-Verlags. Bei ihm publiziert er seit 2014 Kinderbücher mit einer Mischung aus Krimi und Eifellegende. So bringt er den ganz jungen Lesern ein Stück Heimatgeschichte bei, denn immer geht es um uralte Sagen in neuem, kindgerechtem Gewand, die rund um Sehenswürdigkeiten in der Eifel spielen.

Der siebte Band der Reihe erscheint bald. Er ist in der Gegend von Kelberg angesiedelt und bringt die ermittelnden Kids auf die Spuren der geheimnisumwitterten Geschichtsstraße. Vermutlich also können die Leserinnen und Leser als Familienspaß das tun, was bereits das Erfolgsgeheimnis der Eifelkrimis von Jacques Berndorf war: selbst losziehen und nachschauen, wo die Protagonisten sich herumtrieben. Das geht mit Piratengold mangels Freibeutern und Meeren in der Eifel nicht so gut, aber noch immer gibt es ja das dazugehörige Playmobilschiff.