Der Baggerfahrer schafft Platz für den Brunnen

Gerolstein · Noch weiß keiner, wie der neue Brunnen am Gerolsteiner Rondell aussehen wird. Vier Künstler entwerfen derzeit Modelle. Ansonsten sind die Bauarbeiten an der Hauptstraße zügig vorangegangen. Die Arbeiter liegen im Zeitplan. Bauleitung und Anwohner sind mit den Fortschritten zufrieden.

 Statt Asphalts wird in Kürze ein Natursteinpflaster den Rondell-Vorplatz schmücken. Noch arbeitet der Baggerfahrer daran, dass anstelle der Straßenlaterne bald der neue Brunnen stehen wird. TV-Foto: Juliane Renk

Statt Asphalts wird in Kürze ein Natursteinpflaster den Rondell-Vorplatz schmücken. Noch arbeitet der Baggerfahrer daran, dass anstelle der Straßenlaterne bald der neue Brunnen stehen wird. TV-Foto: Juliane Renk

Gerolstein. Noch ragt die Straßenlampe einsam zwischen Baggern, Erdtürmen und einer frischen Teerschicht vor dem Rondell in Gerolstein aus dem Boden. Bald wird dort der neue Brunnen stehen.
In knapp vier Wochen wird der Gerolsteiner Bauausschuss entscheiden, wer der vier Künstler, die momentan an den Plänen arbeiten, den Auftrag erhält.
Der Bauamtsleiter zweifelt


Der Brunnen soll 30 000 Euro kosten, sagt Bauamtsleiter Klaus Jansen. Da der Abgabetermin für die Entwürfe mit dem 23. Juli relativ spät ist, bezweifelt Jansen, dass der Brunnen bis zum Stadtfest in der zweiten Augustwoche fertig sein wird. "Der Platz wird dann provisorisch geschlossen, denn er soll zum Fest genutzt werden", sagt Jansen. Was den Zeitplan anbetrifft, stellt der Brunnen eine Ausnahme dar. Ansonsten laufen die Arbeiten zügig. Die Hauptstraße ist bis zum Rondell asphaltiert, und die Seitenstreifen sind gepflastert. Vor dem Rondell verlegen die Arbeiter der Firma Wadle in den nächsten Wochen das Natursteinpflaster.
"Die Hitze ist optimal für die Arbeit", sagt Polier Klaus Hoffmann. Was für das Trocknen der Asphaltschicht äußerst günstig ist, lässt die Arbeiter aufstöhnen. Denn im Gegensatz zur Fahrrinne, wo mit einer Maschine, dem sogenannten Fertiger, der Teer verteilt wird, ist um den künftigen Brunnen das meiste Handarbeit.
Wenn die heiße Masse mit dem Bagger auf den Erdboden geschüttet wird, hat sie an die 170 Grad; wenn dann noch 30 Grad Außentemperatur dazukommen, ist das körperliche Schwerstarbeit. Mit dem Rechen verteilen die Männer den Asphalt. An die zehn Mann sind mit diesen Arbeiten beschäftigt. Auf den asphaltierten Untergrund folgt später Mörtel. In diesen setzen die Männer die Natursteine. Die Räume zwischen den Steinen fugen sie aus, und dann ist das Pflaster für Fußgänger bereit. Darüber hinaus sorgen die Bauarbeiter auch dafür, dass an der richtigen Stelle eine Abflussrinne gesetzt wird. Sie liegt einen halben Zentimeter tiefer als der Pflasterbelag. So kann das Regenwasser ablaufen und gelangt nicht in die umliegenden Geschäfte. Für den Brunnen haben Hoffmanns Männer ebenfalls Vorarbeit geleistet. Die Zisterne und die Anschlussleitungen für den Brunnen sind bereits vorhanden. "Vier Meter Durchmesser hat der Brunnen, er kommt dorthin, wo jetzt die Straßenlampe steht", sagt Hoffmann. Bis zum 13. August soll alles fertig sein. Hoffmann hat keine Zweifel, dass seine Männer das schaffen. "Die Arbeiten auf dem gesamten Bauabschnitt sind einwandfrei gelaufen, und wir sind gut in der Zeit", sagt er.Das sagen die Anwohner:Roswitha Zimmer, Filialleiterin des Bekleidungsgeschäfts Blaumeiser: "Die Baustelle musste sein. Die Männer haben zügig gearbeitet. Außerdem waren sie sehr nett und haben den Passanten geholfen, wenn es Barrieren gab. Das Rondell wird richtig schön." Reinhilde Heumann, Inhaberin des Geschenkladens Tip-Top-Kreative: "Staub und Lärm gehören dazu. Das ist wie beim Hausbau. Das war kein Problem für mich. Durch die Baustelle hatte ich weniger Kunden - und das hält noch. Dabei ist die Untere Marktstraße offen und die Straße bis zum Rondell fertig." Katharina Heyer, Inhaberin des Modegeschäfts Lady Like: "Natürlich war es eine Behinderung, aber es ging schnell voran. Jetzt wissen die Leute nicht, ob sie hochfahren dürfen oder nicht. Das Schild ist noch dran … Eine klare Linie wäre wichtig und die fehlt." Gaby Leufer, Inhaberin von Leufer Elektrotechnik: "Das Bauunternehmen ist tipptopp. Die malochen morgens um sieben und auch samstags. Sie sind klasse die Burschen. Die Laufkundschaft fehlt uns, aber durch unser zweites Standbein, das Handwerk, lässt sich das verkraften. Durch die Renovierung wird der Platz auf jeden Fall attraktiver." jur

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