1. Region
  2. Vulkaneifel

Der Bankräuber von Kelberg hat viele Spuren hinterlassen

Der Bankräuber von Kelberg hat viele Spuren hinterlassen

Der bislang unbekannte Bankräuber, der am Freitag die Volksbank in Kelberg überfallen hat, hat Spuren hinterlassen. So gibt es Fotos von der Überwachungskamera der Bank. Die Polizei hat außerdem das Fahrrad gefunden, mit dem er zunächst geflüchtet war.

Kelberg. Den Kelbergern sitzt der Schreck wahrscheinlich noch in den Knochen: Am Freitagmittag hat ein bewaffneter und mit Perücke und Sonnenbrille vermummter Mann die Volksbank-Filiale in ihrem Ort überfallen (der TV berichtete).
Der Mann erbeutete einen vierstelligen Betrag, darunter auch englische Pfund und US-Dollar. Das Geld verstaute er in einer mitgebrachten roten Tüte mit der weißen Aufschrift der Bekleidungsmarke Esprit.Fotos vom Täter


Bei seinem dreisten Überfall hat der Täter noch weitere Spuren hinterlassen. So gibt es Fotos von der Überwachungskamera der Volksbank. Außerdem hat die Polizei das Fahrrad gefunden, das der Mann für seine Flucht benutzt hat. "Wir wissen noch nicht, ob er das Fahrrad mitgebracht, oder ob er es sich anderswo besorgt hat", sagt Monika Peters, Pressesprecherin des Trierer Polizeipräsidiums. Von der Veröffentlichung der Fotos erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise.
Die rote Tüte, in die der Bankräuber seine Beute gesteckt hat, und sein auffälliges Verhalten fiel Zeugen kurz nach der Tat am Busbahnhof in Kelberg auf. Dort wurde er gesehen, als er unmittelbar nach dem Überfall mit einem Herrenrad der Marke Peugeot angefahren kam. An der Haltestelle warf er das silberne Fahrrad hinter eine Hecke, stieg in einen dunklen Kleinwagen mit Bad Emser Kennzeichen (EMS…) und fuhr rasch davon. Die Kennzeichen waren laut Angaben der Polizei am selben Tag in der Nähe des Koblenzer Bahnhofs von einem Auto entfernt worden.
Zeugenhinweise haben ergeben, dass die gestohlenen Kennzeichen über Nummernschilder mit der Ortskennung Hansestadt Hamburg (HH) befestigt worden waren. Die Polizei vermutet deshalb, dass der Täter möglicherweise ein überregional agierender Bankräuber ist.
Der Mann ist etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß und von schlanker Statur. Er hat schwarze lockige Haare - eventuell eine Perücke - und einen Drei-Tage-Bart. Bei dem Überfall trug er eine beige Baseballkappe und eine dunkle Brille. Bekleidet war er mit einer blauen Jeans, braunen Halbschuhen und einem hellen, langärmligen Pulli mit einem weißen Hemd darunter.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, haben die Volksbank Kelberg und die Staatsanwaltschaft Trier eine Belohnung von insgesamt 3500 Euro ausgesetzt.
Hinweise erbeten an die Kriminaldirektion Trier, Telefon 0651/9779-2115 oder an die PI Daun, Telefon 06592/9626-0.Extra

Laut Monika Peters, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Trier, sind bewaffnete Banküberfälle eher selten in der Region. Häufiger werden Geldautomaten manipuliert oder aufgebrochen. Zuletzt hat am 27. Mai 2013 ein bewaffneter Mann die Raiffeisenbank in Irrel überfallen. Der maskierte Täter hatte am Morgen die Schalterhalle betreten und dort mit vorgehaltener Pistole Geld gefordert. Außerdem hatte er mit einer Bombenattrappe die Bankmitarbeiter bedroht. Ein Angestellter ließ sich davon nicht beirren und entriss dem Bankräuber den Rucksack mit dem Diebesgut. Der Täter flüchtete daraufhin mit einem Fahrrad. Der Mann wurde damals auf etwa 40 Jahre geschätzt. sn