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Der Cop aus dem Guinness-Buch

Der Cop aus dem Guinness-Buch

ADENAU. (red) Die Amtseinführung des neuen Chefs der Adenauer Polizeiinspektion wollte sich niemand entgehen lassen: Rund 60 Gäste aus den Bereichen Polizei, Politik, Verwaltung und benachbarten Einrichtungen waren zugegen, um Hauptkommissar Eugen Linden zu gratulieren und seinem Vorgänger, Peter Krämer, für die gute Arbeit zu danken.

Er steht im Guinness-Buch der Rekorde, weil er mit 21 Freunden in Rekordzeit einen Jeep auseinander- und wieder zusammengebaut hat, stammt aus der Eifel und konnte schon jede Menge Erfahrung in der Polizeiarbeit sammeln: Hauptkommissar Eugen Linden, der neue Leiter der Inspektion in Adenau. Der 44-Jährige wurde in der Komturei der katholischen Kirchengemeinde feierlich in sein Amt eingeführt. Polizeipräsident Horst Eckhardt vom Polizeipräsidium Koblenz sagte: "Krämer hat seinem Nachfolger eine gut funktionierende Organisation überlassen. Deshalb wird es Linden sicher nicht schwer fallen, sich hier einzuarbeiten und wohl zu fühlen." Die Polizeiinspektion in Adenau ist mit knapp 40 Mitarbeitern für die Sicherheit von rund 27 500 Personen zuständig. Im Winter haben die Gesetzeshüter verstärkt mit Unfällen zu tun, in den Sommermonaten "mit Ausschreitungen, weil einige Weinfeste zu wüsten Trinkgelagen ausarten", so der Polizeipräsident, der auch auf den Nürburgring, der die größte Attraktion und zugleich größte Herausforderung im Dienstgebiet der Polizeiinspektion sei, zu sprechen kam.Ein Sheriff für den Nürburgring

"Neben dem Rennsport hat der Nürburgring sich einen europaweiten Namen im Musikgeschäft gemacht: Der ,Rock am Ring' ist aus dem jährlichen Tourneezirkus einfach nicht mehr wegzudenken", so Eckhardt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Nürburgring GmbH sei es in den vergangenen Jahren jedoch glücklicherweise zu keinen nennenswerten Zwischenfällen mehr gekommen. Walter Kafitz, Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, gab das Lob zurück: "Die Polizei, dein Freund und Helfer. Dieser Spruch trifft auf die Mitarbeiter in Adenau in jedem Fall zu." Werner Kasel, Vorsitzender des Personalrates der Polizeidirektion Mayen, sorgte schließlich für Heiterkeit in der Komturei: "Leiter der Polizeiinspektion Adenau - damit verbindet sich auch der liebevolle Titel ,Sheriff des Nürburgrings', der nun von Eugen Linden getragen wird." Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, freute sich, "dass der Stabwechsel in der Öffentlichkeit erfolgt, weil Linden damit Präsenz zeigt". Unterm Strich sei in der VG "die Welt noch in Ordnung", doch, so Romes: "Bei einigen Veranstaltungen auf dem Nürburgring herrschen hier Großstadtverhältnisse." Linden erklärte, dass er sich sehr auf seinen reizvollen Job freue: "Die PI Adenau mag eine der kleineren Inspektionen sein. Für mich ist sie jedoch genau die Richtige."