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Der Dino unter den Raderlebnistagen

Der Dino unter den Raderlebnistagen

Kylltal Aktiv, der traditionsreichste autofreie Erlebnistag in der Eifel, wird an diesem Sonntag zum 16. Mal veranstaltet. Auch wenn hauptsächlich das Wetter über Erfolg und Misserfolg entscheidet, so soll auch das Programm an etlichen Punkten der 25 Kilometer langen Strecke durchs Kylltal viele Gäste anlocken.

Gerolstein/Kyllburg. Rund 7000 Radler und einige Skater waren im vergangenen Jahr bei herrlichem Sommerwetter auf der autofreien Landesstraße 24 zwischen Gerolstein und Kyllburg sowie auf dem parallel verlaufenden Radweg unterwegs. Im Jahr zuvor bei Regen hingegen nur 2500.
Das zeigt, dass das Wetter hauptsächlich über Erfolg und Misserfolg des Raderlebnistags Kylltal Aktiv entscheidet - und somit auch darüber, ob die vielen Würstchen, Waffeln, Reibekuchen und Getränke Abnehmer finden oder die Vereine darauf sitzen bleiben.
Wie wichtig die Veranstaltung, die von 10 bis 18 Uhr dauert, für sie ist, unterstreicht beispielsweise Karl Seidel vom Männergesangverein Birresborn: "Für uns ist Kylltal Aktiv existenziell. Wenn\'s gut läuft, können wir mit den Einnahmen aus der Veranstaltung ein Drittel der Jahresausgaben decken." Dafür legen sich die Männer mächtig ins Zeug: Es gibt selbst gebackene Waffeln und Kuchen, Spießbraten, Pommes und Bratwürstchen sowie Unterhaltung. Für die Kinder wird Ponyreiten, für alle Abenteuerlustigen Radeln auf dem "verrückten Fahrrad" angeboten. Spaß verspricht auch das erste Entenrennen auf dem Fischbach, das stündlich gestartet wird. Letztlich ist die Veranstaltung aber maßgeblich vom Wetter abhängig.
Laut Prognose soll es sonnig, wolkig am Abend erst gewittrig werden. Im Stundentakt fahren Züge auf der parallel verlaufenden Kyllstrecke und halten an allen Stationen. So kann man den 25 Kilometer langen Hinweg mit dem Rad und den Rückweg per Bahn zurücklegen oder einfach ein, zwei Etappen mit dem Zug überbrücken.
Neu in diesem Jahr ist, dass in Lissingen ein Programm im und ums Festzelt am Gemeindehaus geboten wird: mit Essen und Trinken sowie Livemusik. Am anderen Ende der Strecke fällt hingegen ein Etappenort weg. Die Gemeinde Malberg beteiligt sich in diesem Jahr nicht an Kylltal Aktiv.
"Der neue Gemeinderat sah sich nicht in der Lage, ein Programm auf die Beine zu stellen. Schade eigentlich", sagt Böffgen. Das steile Stück von Kyllburg nach Malberg haben aber bereits in der Vergangenheit die meisten Teilnehmer gemieden - es war ihnen schlicht zu anstrengend. mh