Der Erfolg ist nicht "vom Himmel gefallen"

Der Erfolg ist nicht "vom Himmel gefallen"

DAUN/HILLESHEIM. Trotz starker Konkurrenz erfolgreich: In einem landesweiten Wettbewerb hat der Kreis Daun besonders gut abgeschnitten. Der Kreis selbst und die Verbandsgemeinde Hillesheim sind als "Mittelstandsfreundliche Kommune" ausgezeichnet worden.

Der Wettbewerb "Mittelstandsfreundliche Kommune", der im Zwei-Jahres-Rhythmus vom Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier im Auftrag des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums ausgeschrieben wird, hat in diesem Jahr große Resonanz gefunden. 226 Unternehmen oder Freiberufler sowie 19 Kommunen hatten Vorschläge eingereicht. Insgesamt nominiert wurden 55 Kommunen, von denen 14 in die Endauswahl kamen. Mit zwei von sechs Preisträgern hat der Kreis Daun dabei besonders gut abgeschnitten. Außer dem Kreis (in der Kategorie "Existenzgründungsförderung") selbst gehört die Verbandsgemeinde Hillesheim (in der Kategorie "Familienfreundlichkeit") zu den Ausgezeichneten. Drei Unternehmen haben den Kreis vorgeschlagen

Ausschlaggebend für den Erfolg des Kreises war für die Jury das "umfassende und auf die besonderen Erfordernisse einer ländlichen Region zugeschnittene Unterstützungsangebot für Existenzgründer". Dass diese Würdigung nicht bloße Theorie ist, belegt der Umstand, dass drei Unternehmen, die als Existenzgründer unterstützt wurden, den Kreis für den Wettbewerb vorgeschlagen haben: die Maschinenbau-Firma Firma DSM Technology (Darscheid), das Architekturbüro Billigen (Dreis-Brück) und das Telekommunikations-Unternehmen Paracom (Oberehe-Stroheich). Für den Vertrauensbeweis bedankte sich die Kreisverwaltung, in dem sie nicht ins eigene Haus, sondern in die Firma DSM eingeladen hatte, um über ihr erfolgreiches Abschneiden (und das der VG Hillesheim) zu berichten. DSM ist ein Paradebeispiel für erfolgreiche Existenzgründung: Die Geschäftsführer Knut Dobrzinsky und Georg Schüler berichteten von ihren internationalen Geschäftsbeziehungen und auch davon, dass ihr Zwei-Mann-Betrieb binnen weniger Jahre zur 14-Mitarbeiter-Firma gewachsen ist. Landrat Heinz Onnertz war stolz, dass der kleinste Kreis im Land in einem Wettbewerb mit mehr als 50 Teilnehmern so erfolgreich abgeschnitten hat. Sein Anteil sei aber nur klein, vielmehr gebühre das größte Lob der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WFG) um Geschäftsführer Alfred Bauer, Prokurist Peter Klas und den weiteren Mitarbeitern, so Onnertz. Stolz, den Wettbewerb gewonnen zu haben, war auch die Bürgermeisterin der VG Hillesheim, Heike Bohn. Dies sei, so Bohn, "nur durch die Unterstützung der örtlichen Unternehmer" möglich gewesen. Die VG wurde für ihre "Familienfreundlichkeit" als immer wichtiger werdender Standortfaktor ausgezeichnet. Neben Kindergartenplätzen und Ganztagsbetreuung beeindruckte die Jury besonders der Betriebskindergarten im Existenzgründerzentrum Higis, der mit Unterstützung der VG eingerichtet wurde. WFG-Geschäftsführer Bauer erklärte, solch ein Preis "falle nicht vom Himmel". Um erfolgreich sein zu können, habe der Kreis "Farbe bekennen" und belegen müssen, dass Existenzgründer-Freundlichkeit nicht nur auf dem Papier bestehe. Er verwies darauf, dass die WFG auch an den beiden Gründerzentren der VG Hillesheim in Wiesbaum und der VG Daun in Nerdlen-Kradenbach beteiligt sei. Der Landrat wertete den Wettbewerbs-Sieg als "Ansporn für unseren Weg und als Inspiration für weitere erfolgreiche Initiativen mit der Wirtschaft vor Ort."

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