Der Lack ist ab

Die vor mehr als 30 Jahren eröffnete Sportanlage in Kelberg ist stark sanierungsbedürftig. Um die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen, müssten bis zu 1,1 Millionen Euro investiert werden.

Kelberg. Die Mängelliste ist lang: sanierungsbedürftiges Umkleidegebäude, nicht mehr voll funktionsfähiges Drainagesystem, erneuerungsbedürftiger Zaun. Die Rede ist von der zentralen Sportstättenanlage der Verbandsgemeinde (VG) Kelberg. Diese wurde 1975/76 gebaut und 1977 eröffnet. Nach mittlerweile mehr als 30 Jahren intensiver Nutzung durch Vereins- und Schulsport ist der Lack ab: "Wegen des schlechten baulichen Zustands ist eine Generalsanierung der Gesamtanlage erforderlich", stellt die VG-Verwaltung fest. Regenwasser wird nicht mehr richtig abgeleitet

Denn nach starken Regenfällen entstehen sowohl auf dem Fußballfeld als auch auf den Laufbahnen und in den Sprunggruben große Pfützen, da das vorhandene Drainagesystem das Wasser nicht mehr komplett ableitet. In die Jahre gekommen ist auch das Umkleidegebäude. Weil es nicht entlüftet werden kann und die vorhandene Elektroheizung nicht mehr richtig funktioniert, ist es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Schwitzwasserbildungen und damit verbunden zu starkem Schimmelbefall gekommen. Laut VG-Verwaltung ist das auch schon vom Gesundheitsamt des Kreises beanstandet worden. Angesichts dieser Situation hat die Verwaltung die Kosten für eine Generalsanierung ermittelt. Die "große Lösung" mit dem Bau eines Kunstrasens und Kunststofflaufbahnen, der Komplettsanierung des Umkleidegebäudes sowie der Erneuerung der Umzäunung der Anlage würde etwa 1,1 Millionen Euro kosten. Um das Vorhaben umsetzen zu können, ist die VG auf Landeszuschüsse angewiesen. Voraussetzung dafür ist, dass das Projekt auf der Sportstätten-Prioritätenliste des Kreises für das kommende Jahr auf dem ersten Platz steht. Darüber wird in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 1. September entschieden.