Der schnelle Weg zum Notfall

Der schnelle Weg zum Notfall

Mehr Sicherheit für die Lutzerather Bürger erhoffen sich die Verantwortlichen von dem Neubau der DRK-Rettungswache in Lutzerath (Kreis Cochem-Zell). 518 000 Euro werden in das Gebäude investiert.

Lutzerath. Die leichte Verspätung, mit der Bernhard Mauel, Aufsichtsratsvorsitzender der DRK- Rettungsdienst Rhein-Mosel-Eifel gGmbH, in Lutzerath an der Baustelle neben dem Feuerwehrgerätehaus eintraf, blieb ohne Belang: Trotz dichten Nebels kam er immer noch rechtzeitig, um unter anderem mit Cochem-Zells Landrat Manfred Schnur und Ortsbürgermeister Günter Welter zum Spaten zu greifen. Mit diesem symbolischen Spatenstich wurde die Umsetzung einer "dringend notwendigen Maßnahme" gewürdigt.
Am Fundament der neuen Rettungswache Lutzerath, die laut Mauel ein "Schmuckstück im Eingangsbereich dieses liebenswerten Ortes" sein wird, hatten sich außer dem Kreisvorsitz und zahlreichen DRK-Mitarbeitern auch Bürgermeister Alfred Steimers und Vertreter der Feuerwehr eingefunden. Die Gemeinde Lutzerath stellt im Wege des Erbbaurechts das Grundstück. Ein Umbau der bisher angemieteten Räumlichkeiten zur Anpassung an die gestiegenen Qualitätsanforderungen des mobilen Rettungsdienstes war nicht mehr möglich.
Der Neubau in direkter Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus bietet den Mitarbeitern angemessene Funktionsräume sowie Garage und Waschhalle zur Desinfektion des Fahrzeugs. Die neue Rettungswache in Lutzerath ist "kein Luxus, sondern notwendig", schon um der gesetzlichen Pflicht in der Fläche Genüge zu tun, betonte Schnur.
Die maximale Eintreffzeit von 15 Minuten nach einem Notruf sei auf dem Lande schwieriger zu realisieren als in einer Stadt wie Koblenz. Das Bereithalten entsprechender Rettungsmittel ist deswegen etwas teurer, aber das sei man den Menschen einfach schuldig. Der Behauptung, dass man auf dem Lande früher sterbe, weil die Retter später kommen, will man keine Grundlage bieten. "Ein sehr angenehmer Termin", freute sich der Gastgeber, Ortschef Welter. Selbst bis 1993 Rettungsassistent beim DRK, beherbergt er noch in seinen Räumen die Rettungswache, die im nächsten Sommer nach fast 50 Jahren ausgedient haben wird.
Der Neubau gebe den Bürgern "auf der Lutzerather Höhe ein Gefühl der Sicherheit", sagte Ortsbürgermeister Welter, dafür seien dem Landrat auch mögliche Umlageerhöhungen verziehen. Aber "nicht, dass nun ein falscher Eindruck entsteht", betonten DRK-Mitarbeiter.
"Auch die neue Rettungswache ist nachts und an Wochenenden nicht besetzt." Die gesetzlich vorgeschriebene maximale Eintreffzeit von 15 Minuten in 95 Prozent der Fälle sei wie bisher auch gewährleistet - in der Woche tagsüber auf jeden Fall.Extra

Die geschätzten Baukosten für die neue Rettungswache von 518 000 Euro werden entsprechend dem Rettungsdienstgesetz zu 75 Prozent vom Landkreis Cochem-Zell finanziert. Die restlichen 25 Prozent der Kosten trägt der DRK-Rettungsdienst Rhein-Mosel-Eifel gGmbH.