Der Weg ist frei für ein neues Bürgerhaus

Der Weg ist frei für ein neues Bürgerhaus

Kurz vor Weihnachten war das Boxberger Bürgerhaus nach einem elektrischen Defekt total abgebrannt. Nachdem die Versicherung den Schaden bezahlt hat, macht sich die Gemeinde nun an den Wiederaufbau.

Boxberg. "Wir gehen davon aus, dass wir bis Mitte nächsten Jahres wieder ein neues Bürgerhaus haben." Mit diesen Worten gibt Boxbergs Ortsbürgermeister Werner Lenarz den Startschuss für den Wiederaufbau.

Das, was der Brand vom 20. Dezember vergangenen Jahres noch vom Boxberger Bürgerhaus übrig ließ, ist inzwischen weggeräumt. Nur die Wand am Eingang, die die Garage und das Feuerwehrhaus vom Gemeindehaus trennte, steht jetzt noch. Alles andere liegt auf einem Schuttberg daneben, der entsorgt werden muss.

Der Brand war ein Schock fürs kleine Dorf, aber längst blickt man nach vorn. Für den Gemeinderat und alle Boxberger Bürger war nach dem Unglück schnell klar: Das Bürgerhaus soll so schnell wie möglich wieder aufgebaut werden. Das wird nun in diesem Jahr geschehen.

Der Gemeinderat hat nun den Weg vorgegeben für den Neubau. Die wichtigste Änderung betrifft die Heizungsanlage. "Wir hätten sowieso aufgrund des Gesetzes zur erneuerbaren Energie etwas tun müssen und haben uns deshalb entschlossen, die Ölheizung durch Erdwärme zu ersetzen", sagt Le-narz.

Und er fügt hinzu: "Dadurch gewinnen wir den Heizöllagerraum als Geräteraum der Gemeinde, in den Heizungskeller kommt Stuhllager rein."

Angedacht war am Anfang der Planungen, das Bürgerhaus um vier Meter zu verlängern, was aber 85 000 Euro teurer geworden wäre. Diese Idee ist mittlerweile vom Tisch.

Rund 450 000 Euro hat das Bürgerhaus bei seinem Bau 1998 gekostet, abzüglich eines Zuschusses von 150 000 Euro und der Eigenleistungen verblieben für die Gemeinde damals noch Kosten von 200 000 Euro.

"Die komplette Versicherungssumme ist gezahlt worden. Was allerdings nicht berücksichtigt wurde, sind der behördliche Mehraufwand, die Mehrkosten für die neue Heizung sowie unsere damalige Eigenleistung", sagt der Ortsbürgermeister.

Am Gebäudeplan wird es nur geringfügige Änderungen geben. So soll eine Trennwand im Saal, die praktisch nie gebraucht wurde, nicht mehr eingebaut werden.

Zudem wird hinter der Theke keine die Toilette mehr installiert. In dem Raum wird die Technik für die Erdwärmeheizung Platz finden.

Für die Gemeinde bedeutet der Brand aber auch finanzielle Ausfälle durch die Vermietung des Bürgerhauses. Lenarz: "Das Haus war immer gut belegt, wir hatten immer Einnahmen von etwa 4000 Euro im Jahr."

Geplant ist, das Gebäude noch in diesem Jahr mit Dach und Fenstern zu errichten, so dass im Winter mit der Inneninstallation begonnen werden kann.