Der Winter kann kommen

Der erste Schnee ist bereits gefallen, es ist frostig auf den Straßen, und es gab schon erste Unfälle durch Glätte. Jetzt sind die Männer der Straßenmeistereien wieder mit ihren Streufahrzeugen gefragt, um die Straßen für die Autofahrer sicher zu machen.

Daun/Kelberg/Gerolstein. Langsam wird das Autofahren wieder gefährlich, der Winter ist da. Umso froher sind die Autofahrer, wenn die Straßen schon früh am Morgen gestreut sind, um das gefährliche Glatteis zu tauen. Dafür sind die Männer der Straßenmeistereien zuständig, die bereits früh in der Nacht bis zum Vormittag hart im manchmal gefährlichen Einsatz für die Verkehrsteilnehmer sind. "Wir bereiten uns akribisch auf den Winterdienst vor. Auch im letzten Jahr hat alles hervorragend geklappt", sagt Raimund Dillbahner, Leiter der Straßenmeistereien Daun und Kelberg.Fahrsicherheitstraining ist Pflicht


Bei der Straßenmeisterei Daun sind von den 30 Beschäftigten 23 für den Winterdienst zuständig, in Kelberg kümmern sich 20 der 26 Mitarbeiter um das Streuen und Räumen. Alle Fahrzeuge sind nur mit einem Mann besetzt, nur in extremen Situationen sind zwei Männer im Fahrzeug. Die Einsparungswelle macht auch hier nicht halt.
Winterdienst fängt jedoch nicht erst beim ersten Schnee oder Frost an. "Schon im Sommer ist der Betriebsmechaniker unserer Straßenmeisterei hier in Daun damit beschäftigt, die Fahrzeuge auf Vordermann zu bringen. Außerdem werden die Mitarbeiter des Winterdienstes auf Fahrsicherheitstrainings geschickt, damit sie in Extremsituationen wissen, wie sie ihr Fahrzeug zu steuern haben", erklärt Dillbahner. Für den Ernstfall stehen in Daun und Kelberg zusammen zehn Fahrzeuge zur Verfügung, acht Lastwagen können zudem bei Bedarf von Unternehmen der Region geliehen und mit Schneeschild, Streusalz und Soletanks ausgerüstet werden. Jede Straßenmeisterei, ob Daun oder Kelberg, ist für ein 300 Kilometer langes Straßennetz zuständig.
Im vergangenen Jahr wurden 5000 Tonnen Streusalz in den Bereichen der beiden Straßenmeistereien verstreut. Zudem wurden 1,63 Millionen Liter Sole (Salzlösung) verbraucht, womit das Streusalz angefeuchtet wird, um den Tauvorgang auf der Straße zu beschleunigen.
Für den Winter 2013/14 lagern in Kelberg und der Salzhalle Mehren je 800 Tonnen Streusalz, in Dockweiler sind es noch einmal 400 Tonnen. Zudem sind in Daun 40 000 Liter Sole und in Kelberg 30 000 Liter in Tanks eingespeichert. "Beides wird aber je nach Bedarf ständig nachgefüllt", sagt Dillbahner.
Viermal sind die Mitarbeiter der beiden Straßenmeistereien in der aktuellen Saison zum Winterdienst herausgefahren. Das erste Mal sei dabei besonders wichtig, sagt Dillbahner. "Den ersten Tag mit Schnee dürfen wir nicht verpassen, bis die Verkehrsteilnehmer wissen: Jetzt ist Winter, ich muss die Winterreifen montieren und vorsichtiger fahren."
Über die Preise für das Streusalz darf Dillbahner nach einer Anweisung vom Landesbetrieb Mobilität aus Koblenz allerdings keine Auskunft mehr geben. Karl-Heinz Rach ist Leiter der Straßenmeistereien Gerolstein, Prüm und Arzfeld und hat deshalb mit 900 Kilometern Straßennetz auch einen größeren Bereich zu räumen.
In Gerolstein und in Arzfeld liegen für den Winter 1100 Tonnen Streusalz bereit, in Prüm weitere 600, und in Bleialf sind es 900 Tonnen. Rund 40 Mitarbeiter sind im Bereich der drei Straßenmeistereien für den Winterdienst zuständig.

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