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Designerin aus Schalkenmehren bei Fashion Week Mailand

Große Ehre : Mode made in Schalkenmehren: Ist Designerin Angelika Hirschler bald auf der Fashion Week in Mailand?

Angelika Hirschler aus Schalkenmehren hat mit ihrem Modelabel eine Einladung nach Mailand zur Fashion Week erhalten. Was das bedeutet und warum sie dafür noch etwas Zeit braucht.

Der Name Angelika Hirschler ist längst überregional bekannt und steht für Qualität, bodenständiges Handwerk, Kreativität und Innovation (der TV berichtete). Mit dem Modelabel „Angelika Hirschler tailormade“ steht die Designerin aus der Vulkaneifel nun auch im Fokus internationaler Produktionsfirmen. Und das kam so: Angelika Hirschler war mit ihrem Team und der neuen Kollektion Anfang September zum zweiten Mal bei der Fashion Week in Berlin. Mitte November dann die Überraschung: Per Mail kam eine Einladung zur nächsten Fashion Week im März 2023 in die italienische Metropole Mailand und zwar in den Palazzo Serbelloni, „Home of Versace, Gucci, Prada, Giorgio Armani“, steht auf dem beigefügten Prospekt.

Warum die Mailand-Einladung für Angelika Hirschler (noch) nicht realisierbar ist

Dort, wo also diese berühmten Namen ihre Kollektionen vorstellen, könnte nun auch die Designerin aus der Vulkaneifel ihre Mode präsentieren, wenn da nicht ein kleiner Wermutstropfen wäre: die Kosten. „Als kleines Modelabel das zu stemmen ohne Sponsoren, ist im Moment unrealistisch“, sagt Angelika Hirschler. Zwar möchte sie die genauen Kosten wegen einer Verschwiegenheitsklausel nicht nennen, „aber sie bewegen sich im Bereich eines Mittelklassewagens“. An der Fashion Week im Frühjahr teilzunehmen komme nicht nur deswegen nicht in Frage. „Das ist zu kurzfristig, weil dann die Herbst-Wintermode präsentiert wird und mein Kerngeschäft ja immer noch auf der Sommerkollektion und Brautkleidern liegt“. Zudem müsse eine Homepage auf Englisch erstellt sowie eine Kollektion mit internationalen Ansprüchen angeboten werden. Eine Woche Aufenthalt sei ebenso erforderlich, weil man die Designerstücke in einem angemieteten Showroom nach der Präsentation auch dem Fachpublikum zugängig machen sollte. „Aber ich hoffe, im Herbst 2023 in Mailand teilnehmen zu können“, sagt Hirschler, denn dann werde die Sommerkollektion 2024 vorgestellt. Bis dahin könnten die Vorbereitungen abgeschlossen und vielleicht auch ein Sponsor gefunden sein. „Ich muss es mir als Ziel setzen, denn das wäre der Höhepunkt meines beruflichen Schaffens“, sagt die 52-Jährige.

 Angelika Hirschler mit einem ihrer Models und ihrer Kreation bei der Fashion Week in Berlin. Foto: Klaus Broßler
Angelika Hirschler mit einem ihrer Models und ihrer Kreation bei der Fashion Week in Berlin. Foto: Klaus Broßler Foto: Vasiliou Lydia

Einladung zur Mailänder Fashion Week: eine große Ehre

 Angelika Hirschler inmitten ihrer Models bei der Fashion Week in Berlin. Foto: Klaus Broßler
Angelika Hirschler inmitten ihrer Models bei der Fashion Week in Berlin. Foto: Klaus Broßler Foto: Vasiliou Lydia

Mit der Einladung habe sie nicht gerechnet und sehe es als besondere Ehre an, erzählt die Designerin, und sie weiß: „Offensichtlich haben sich mehrere Veranstalter unsere drei letzten Kollektionen angeschaut, man weiß ja nie, wer im Publikum sitzt“. Und sie weiß auch, dass, bevor eine derartige Einladung kommt, sich die Produktionsfirmen auf den medialen Kanälen wie Instagram oder Facebook darüber informieren, ob ein Designer oder eine Designerin in den vergangenen zwei Jahren gleichbleibende Qualität und gute Ideen aufzuweisen hat. Zumindest ist man jetzt international auf das Modelabel „Angelika Hirschler tailor made“ aufmerksam geworden, dessen Qualität und Handwerkskunst aber auch schon längst Kunden aus Berlin, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen oder Luxemburg erkannt haben. Wer weiß, ob nicht schon bald auch italienische Kunden dazukommen.