Dicht und durchlässig

Die beschädigte Bundesstraße 421 wird oberhalb von Daun auf etwa zwei Kilometern Länge saniert, die Arbeiten laufen seit dieser Woche. Fast abgeschlossen ist ein paar Kilometer weiter die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Dockweiler.

Daun/Dockweiler. Die Fräse frisst sich wieder durch: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein lässt seit dieser Woche die B 421 zwischen dem Stadtausgang von Daun und der Zufahrt zur Lavagrube Stolz erneuern. Die Arbeiten an dem etwa 1,9 Kilometer langen Abschnitt werden rund 810 000 Euro kosten und komplett vom Bund getragen. Bauzeit: voraussichtlich knapp zwei Monate, bis Mitte September.

Das Wasser wird aus dem Berg gedrückt



Die Straße ist vor allem im Abschnitt oberhalb des Stadtausgangs nach Dockweiler, speziell an der Einfahrt zur Lavagrube, stark beschädigt. "Da ist es ganz schlimm", sagt Roland Kill von der LBM-Bauabteilung. Der Abschnitt ist stark belastet: Bei Verkehrszählungen habe man festgestellt, dass dort 3450 Fahrzeuge am Tag unterwegs seien. "Elf Prozent davon Schwerlastverkehr", also gut 350 LKW.

Die Folgen: erhebliche Absenkungen und Schäden in der Asphaltdecke. Außerdem gebe es in der Nähe des Parkplatzes Entwässerungsprobleme: "Da drückt das Wasser aus dem Berg raus." Dieser Abschnitt, etwa 150 bis 200 Meter lang, werde deshalb voll ausgebaut. Dabei sollen der Boden ausgetauscht und standfestes Material eingebaut werden. Der Durchlass unter der Fahrbahn wird saniert und eine neue Tiefen-Sickerleitung eingesetzt. Und auf den übrigen 1700 Metern wird die Fahrbahn abgefräst, bevor drei neue Schichten aufgetragen werden.

Während der Arbeiten kann die Bundesstraße aus Richtung Dockweiler einspurig befahren werden. Der Verkehr in Gegenrichtung wird vom Kreisverkehr aus in Richtung Rengen und über die B 410 nach Dockweiler geleitet. Beim Auftragen der Asphalt-Deckschicht muss eine Vollsperrung eingerichtet werden. Dieser Termin steht aber noch nicht fest.

Auf der Zielgeraden befinden sich unterdessen die im Winter begonnenen Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Dockweiler. "Die Straße ist weitgehend gemacht", sagt Bruno von Landenberg. Der LBM-Abteilungsleiter sieht die Baustelle täglich - er ist dort Ortsbürgermeister.

Zurzeit erfolgen noch die Angleichungen an die Anlieger-Höfe, sagt von Landenberg, "weil die Straße zwischen 30 und 50 Zentimetern abgesenkt wurde". Außerdem sollen noch neue Parkplätze am Feuerwehrhaus angelegt und eine Sperrfläche an der Abzweigung zum Campingplatz markiert werden. "Und dann kommt noch die Bepflanzung - im September und Oktober."