"Die Anstrengung hat sich gelohnt"

WIESBAUM-MIRBACH. Doppelter Grund zum Feiern in der 100-Seelen-Gemeinde Mirbach: Die Feuerwehr feiert ihr 100-jähriges Bestehen, und der Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde (VG) Hillesheim wird in dem kleinen Dorf ausgerichtet.

Pünktlich zum großen Festtag spielt Petrus mit. Die Sonne scheint beim Festumzug der 25 Wehren und drei Musikvereine. In Mirbach ist deutlich die Nähe zur Landesgrenze zu spüren: Zum Jubiläum sind etliche Wehren aus dem Bereich Blankenheim gekommen. Für die 14 aktiven Feuerwehrmänner von Mirbach ist das dreitägige Fest alleine nicht zu stemmen. Die ganze Bevölkerung und die Kameraden der Nachbarwehren Wiesbaum und Dollendorf helfen mit. "Die geballte Kraftanstrengung hat sich für dieses tolle Fest gelohnt", zieht Wehrführer Willi Kaufmann eine positive Bilanz. Nach dem Umzug lädt das Technische Hilfswerk aus Daun zur Ausstellung ein. Rainer Horn und Forstamtmann Johannes Pinn zeigen an einer Spezialschulungsmaschine die Gefahren, die entstehen, wenn mit einer Kettensäge umgestürzte Bäume bearbeitet werden, die unter Spannung stehen. Für Bürgermeisterin Heike Bohn ist es der erste Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Hillesheim in ihrer Amtszeit. Sie lobt vor allem das ehrenamtliche Engagement aller Feuerwehrleute. Wehrleiter Günter Schnitzler plagen derweil Nachwuchssorgen: "Auch an uns geht der bundesweite Trend nicht vorbei. 51 Prozent unserer Feuerwehrkameraden sind zwischen 40 und 60 Jahre alt."451 Feuerwehrleute gibt es in der VG Hillesheim

Bundesweit sinkt die Zahl der freiwilligen Feuerwehrleute jährlich um 10 000 Aktive. In der Verbandsgemeinde Hillesheim gibt es momentan 451 aktive Feuerwehrleute. "Das sind gut 100 weniger als vor zehn Jahren", rechnet Schnitzler vor. Neben der personellen Besetzung liegt dem Wehrleiter auch die technische Ausstattung der Wehren am Herzen. Er sagt: "Wir brauchen Löschfahrzeuge mit Tanks. Als nächstes steht der Ersatz fürs Üxheimer Einsatzfahrzeug an." Die Zuschussanträge seien von Mainz noch nicht bewilligt. Auch Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Bach geht auf die Nachwuchssorgen und die technische Ausrüstung ein. Er fordert vor allem Jugendliche zum Mitmachen auf, "damit der Bestand leistungsfähiger Feuerwehreinheiten für die Zukunft gesichert ist." Die Funktionsfähigkeit des Sicherheitssystems sieht er nicht gefährdet. Bach: "Trotz äußerst schwieriger Haushaltslage wurden die Mittel im Feuerwehretat nicht gekürzt." Die Investitionen für den Brand- und Katastrophenschutz könnten sich in der VG Hillesheim auch im laufenden Haushaltsjahr sehen lassen.