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Die Bäume fallen, der Verkehr stockt

Die Bäume fallen, der Verkehr stockt

Die Bundesstraße 257 ist derzeit zwischen Oberstadtfeld und Wallenborn für den Durchgangsverkehr gesperrt (der TV berichtete). Einzig der Weg von und nach Wallenborn ist frei. Aber eine Ampel sorgt im Wald für längere Wartezeiten. Manche Autofahrer wollen aber nicht warten und fahren bei Rot. Das führt zu brenzligen Situationen mit den Forstmaschinen.

Oberstadtfeld. "Dieser Tage ist einer bei Rot durchgefahren, und dann ist knapp zwei Meter vor ihm ein Baum auf die Straße gekracht", erzählt Jürgen Beck, Revierleiter in Üdersdorf. Er steht an der Ampel, die im Wald zwischen Oberstadtfeld und Wallenborn den Verkehr regelt, und erklärt ungeduldigen Autofahrern immer wieder, warum sie warten müssen.
"Die Leute meinen, wenn die Ampel länger rot ist, die sei kaputt. Aber wir brauchen manchmal bis zu 20 Minuten, um die besonders dicken Bäume wieder von der Straße zu entfernen", sagt Beck.
Weil die B 257 breiter ausgebaut werden soll, müssen die Bäume am Straßenrand weg, betont Klaus Mark vom Dauner Forstamt. Während zwei Mitarbeiter des Forstreviers Üdersdorf die rund 30 Meter hohen Buchen mit Motorsägen fällen, steht Marco Maus aus Karl mit seinem Harvester bereit, um die Bäume wegzutransportieren.
Viele müssen noch auf der Straße zunächst in kleinere Stücke geschnitten werden. "Das Stammholz wird verwertet, die Kronen werden später gehackt", erklärt Mark.
Das bedeutet für die Autofahrer, auch wenn die Baumfäll-Aktion voraussichtlich an diesem Wochenende beendet sein soll, weiterhin Behinderungen. Denn dann wird ein Hacker für die Holzschnitzel kommen, der viel Platz auf der Straße braucht. Auch näher in Richtung Wallenborn sollen in den nächsten Wochen weitere Bäume gefällt werden. Bis dahin heißt es, geduldig an der roten Ampel stehen zu bleiben.