Die blaue Tonne kommt in den Vulkaneifelkreis

Die blaue Tonne kommt in den Vulkaneifelkreis

Testlauf in Daun und Gerolstein: Die erste Entleerung der in den beiden Städten demnächst eingeführten Altpapiertonnen ist für Januar kommenden Jahres vorgesehen.

Daun/Gerolstein. Was in anderen Kreisen wie Bitburg-Prüm schon Standard ist, wird demnächst auch im Kreis Vulkaneifel eingeführt: die blaue Altpapiertonne. Allerdings (noch) nicht flächendeckend, sondern zunächst nur als Probelauf in Daun und Gerolstein. Im Frühjahr war beschlossen worden, dass in den beiden Städten versuchsweise und auf freiwilliger Basis die neue Tonne angeboten werden soll. Zwischenzeitlich hat die Kreisverwaltung die Werbetrommel für das für die Bürger kostenlose Angebot gerührt. Mittlerweile sind 2417 Tonnen (Stand: 27. August) bestellt worden, was einer Quote von rund 45 Prozent bedeutet (Daun und Gerolstein haben jeweils rund 2700 Haushalte). Diese Resonanz liegt laut Reinhard Adrian, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Kreises, "über den Erwartungen. Wir hatten mit einer Quote von etwa 40 Prozent gerechnet."

Dem Entsorger, der Firma Sita, wird in den nächsten Tagen die Zahl der bestellten Tonnen mitgeteilt. Diese haben derzeit bis zu vier Monate Lieferzeit, so dass mit der Austeilung der bestellten Tonnen frühestens ab Mitte bis Ende November begonnen werden kann. Die erste Entleerung erfolgt dann mit der Abfallsammlung im Januar kommenden Jahres. Nachbestellungen nach Ablauf der Bestellfrist werden laut Adrian noch berücksichtigt. An eine "zweite Anmelde-Runde" sei derzeit aber nicht gedacht, "weil die Tonnen jetzt bestellt werden müssen und der Entsorger gesicherte Zahlen haben muss." Ob und wann es eine flächendeckende Einführung im Kreis mit seinen rund 25 000 Haushalten geben wird, steht noch nicht fest. Adrian: "Erst einmal schauen wir, wie die Probephase läuft. Über die während dieser Zeit gewonnenen Erkenntnisse werden die zuständigen Gremien informiert, die dann entscheiden, wie es weiter geht."

Hintergrund der Einführung der blauen Tonne war der gestiegene Altpapier-Preis, der Ende vergangenen Jahres noch bei 87,50 Euro pro Tonne gelegen hatte.

Die Folge: Waren die Kommunen früher praktisch konkurrenzlos auf diesem Markt, drängten immer mehr private Anbieter in dieses wieder lukrative Geschäft, so auch im Nachbarkreis Bernkastel-Wittlich. Laut Kreisverwaltung ist die Aufstellung von Papiertonnen durch private Entsorger in den vergangenen Wochen aber wieder erheblich zurückgegangen, nachdem der Preis auf nur noch knapp über 50 Euro pro Tonne gesunken ist.