Die Briefwähler beschäftigten die Wahlorganisatoren in Daun noch lange

Die Briefwähler beschäftigten die Wahlorganisatoren in Daun noch lange

Der formaler Ablauf war gut, es gibt aber Anregungen.

Um 22.45 Uhr am Sonntagabend war es soweit: Kommunalaufseher Günter Willems drückte in der Kreisverwaltung in Daun den Knopf und gab das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl für den Wahlkreis 202, der den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Vulkaneifelkreis und Teile des Kreises Bernkastel-Wittlich mit 513 Stimmbezirken und insgesamt 164327 Wahlberechtigten umfasste, frei. Denn: Die Kreisverwaltung in Daun war bei dieser Bundestagswahl die Zentrale im Wahlkreis 202, Landrat Heinz-Peter Thiel Wahlkreisleiter. Das endgültige Wahlergebnis legt der Wahlvorstand am Donnerstag fest.

Die letzten drei Stimmbezirke, deren Ergebnis lange auf sich warten ließ, waren allesamt Briefwahlbezirke. Zuletzt wurde das Ergebnis des großen Briefwahlbezirks aus Prüm gemeldet. "Wir lagen landesweit gesehen im guten zeitlichen Mittelfeld. Genauigkeit geht immer vor Geschwindigkeit. Wir sind mit dem formalen Ablauf der Wahl zufrieden, alles lief reibungslos", sagt Willems am Tag danach.

Aus einzelnen Wahllokalen aber habe er Kritik gehört, dass die Briefwahlergebnisse lediglich auf Verbandsgemeindeebene zusammengefasst wurden und nicht den jeweiligen Ortsgemeinden zugeordnet wurden, aus denen sie stammten. So seien die einzelnen Ergebnisse in den Ortsgemeinde schließlich nicht repräsentativ. Willems: "Die Kritik ist nachvollziehbar. Wenn in einem Ort von 100 Einwohnern 70 wählen, aber davon wiederum 20 Briefwahl machen, spiegelt das Ergebnis nur die Hälfte der Bevölkerung wider."

Er befürwortet daher auch das Vorgehen wie bei der Landtagswahl, wo die Briefwähler ihr Votum an die Verbandsgemeindeverwaltung schicken, die dieses dann vor Auszählung in die einzelnen Wahllokale bringen. Dann wären alle Stimmen aus einem Ort auch im jeweiligen Ergebnis erfasst.

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