"Die Dreij sin jeschnitzt üss echtem Pelmer Holz"

"Die Dreij sin jeschnitzt üss echtem Pelmer Holz"

In Pelm hängen an den Tannenbäumen bunte Luftschlangen. Erstmals in der Vereinsgeschichte des Karnevalvereins hat es die Proklamation von Narrenregenten gegeben. Seit 30. Dezember ist der Ortsbürgermeister "entmachtet" und das Dreigestirn mit Prinz Helmut I. (Britz), Bauer Frank I. (Bell) und Jungfrau Nor-berta I. (Lenzen) hat das Sagen.

Pelm. (vog) Die Premiere haben die "Ulkvögel" bravourös gemeistert. Das Vormittagsprogramm knackig und unterhaltsam getreu dem Regentenmotto "In der Kürze liegt die Würze" sowie das Nachmittagsprogramm mit geselligen Beiträgen vieler befreundeter Gastvereine.Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

Tolle Stimmung war die Belohnung für die gute Planung. Bei ihren Antrittsreden fand das Regenten-Trio die richtigen Worte. Prinz Helmut I. lobte das "tolle Publikum", Bauer Frank I. versprach für die Session "vill Spaß", und Jungfrau Norberta I. erzählte mit Blick aufs Dreigestirn von "der Erfüllung eines Kindheitstraumes im Heimatdorf". Viele Weggefährten machten die Proklamation auf ihre Art sehr sympathisch. Malermeister Dieter Eul überreichte ein Wappen fürs Dreigestirn, das der karnevalistische Begleiter Jörg Marschall "eine Visitenkarte im XXL-Format" nannte. Die Kumpels von der Wagenbautruppe traten als "Tenöre" auf und trällerten: "Mir sin opp die Dreij richtisch stolz, denn die sin jeschnitzt üss echtem Pelmer Holz." Auch Ortsbürgermeister Wolfgang Zaeper hatte für die Proklamation seine "Jecken-Seite" ausgepackt. Bevor er den Schlüssel für die Narhalla übergab, musste das Dreigestirn drei Disziplinen erfüllen: Bier auf ex trinken, Kamelle werfen und Tanzmariechen bützen. Erst nachdem die Regenten versprochen hatten, im Pelmer Veilchendienstagumzug "viel mehr" als der Gerolsteiner Prinz zu werfen, erhielten sie den Schlüssel - unter Lachsalven des närrischen Publikums.