Die Eifel packt aus

"Eifelschätze" heißt die erste gemeinsame Ausstellung von 53 Museen aus der Eifel von Aachen bis Trier, von Eupen bis Koblenz. Vom 24. Mai bis 1. Juni werden in Gerolstein 54 Prestige-Exponate im historischen Lokschuppen zu sehen sein. Viele Prominente stehen Pate für das 30 000 Euro teure Projekt.

 Bunte Mischung – exklusive Sache: Karl Reger, Vorsitzender des Vereins Eifelmuseen, Gerolsteins Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz, Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel, Höhner-Frontmann Henning Krautmacher und Projektleiterin Sabine Philipp stellen im Gerolsteiner Naturkundemuseum die Ausstellung „Eifelschätze“ und das Programm vom 24. Mai bis 1. Juni vor.TV-Foto: Gabi Vogelsberg

Bunte Mischung – exklusive Sache: Karl Reger, Vorsitzender des Vereins Eifelmuseen, Gerolsteins Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz, Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel, Höhner-Frontmann Henning Krautmacher und Projektleiterin Sabine Philipp stellen im Gerolsteiner Naturkundemuseum die Ausstellung „Eifelschätze“ und das Programm vom 24. Mai bis 1. Juni vor.TV-Foto: Gabi Vogelsberg

Gerolstein. "Ins gleiche Horn zu stoßen, hat was mit Wir-Gefühl zu tun. Zehntausende Pilger sind im 14. Jahrhundert nach Aachen gegangen und hatten das Keramikhorn als Musikinstrument dabei. Wenn die aufspielten, hieß das so viel wie ,da simmer dabei'", erklärt Henning Krautmacher von der Kölner Musikband "De Höhner". Der 52-jährige Barde steht Pate für das Töpfereimuseum Langerwehe, das das Pilgerhorn als Eifelschatz ausstellt. Herbert Fandel, Kreismusikdirektor und Fifa-Schiedsrichter aus Kyllburg, steht für das Kreismuseum Bitburg-Prüm Pate. Er sagt: "Klassische Musik ist als Pianist mein Steckenpferd. Da Klassik und Museen bei jungen Leuten gleichermaßen als eher verstaubt gelten, möchte ich auf diesem Weg junge Menschen für die Eifelschätze begeistern." Das Bitburger Museum stellt als Eifelschatz ein Foto der Stadtansicht von 1846 aus. Nur wenige Jahre nach der Vorstellung des ersten Fotoapparates aufgenommen.

Bei der außergewöhnlichen neuntägigen Ausstellung werden in Gerolstein auf einem Fleck die exklusivsten Stücke aus 53 Museen gezeigt. Für die beeindruckenden "Eifelschätze" wurde mit dem historischen Lokschuppen in Gerolstein - einem Technik-Denkmal - ein ebenso exponierter Veranstaltungsort gefunden. Karl Reger vom Verein Eifelmuseen: "Gerolstein liegt zentral in der Eifel und ist hervorragend zu erreichen." Insgesamt 400 000 Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen für das dreijährige Kulturprojekt des Vereins bis 2010 bewilligt. 30 000 Euro davon kostet "Eifelschätze". Reger: "Das ist auch ein politisches Signal nach Mainz, dass Gutes länderübergreifend getan werden kann." Die "Botschafterobjekte", wie Projektleiterin Sabine Philipp die Ausstellungsstücke nennt, werden in einem speziellen Vitrinensystem gezeigt. Darin gehen sie zurück in die Museen. Eine Fotoausstellung über die Eifelschätze ist ab 21. Juni in Vogelsang zu sehen. Doch vorher gibt es bei den "Eifelschätzen" in Gerolstein neun Tage lang viel zu erleben: "Paukenschlag-Eröffnung", viele Prominente, spezielle Führungen (auch für Gruppen und Schulklassen).

Mehr Informationen im

Internet unter www.eifelschaetze.de, bei Sabine Philipp (Telefon 0228/2894938), Astrid Petry (Telefon 06591/9499111) oder Karl Reger (Telefon 02448/911140).

Eine Auswahl der "Eifelschätze" und der Paten (in Klammern) sind: die älteste Nähmaschine vom Mayener Museum (Patin SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles), ein Mosaik vom Trierer Landesmuseum (Helmut Leiendecker von der "Bloas"), ein Beidhänder von der Burg Pyrmont (Fechtweltmeister Peter Joppich), Glasscheibe "Schwinge" aus dem Wittlicher Meistermann-Museum (Hans Friedrichs, Ex-Bundeswirtschaftsminister), eine Tracht aus dem Binsfelder Museum (luxemburgischer Abgeordneter Paul-Henri Meyers), ein Senftopf aus der Monschauer Senfmühle (Bernd Stelter) und eine Ofenplatte aus dem Jünkerather Eisenmuseum (BAP-Frontsänger Wolfgang Niedecken). Als Bonbon halten viele Prominente besondere gemeinsame Aktivitäten für ein Gewinnspiel bereit, beispielsweise Eintrittskarten mit Backstage-Besuch für ein Höhner-Konzert, eine Berlin-Reise, eine Wanderung mit Margarethe Schreinemakers, ein Bundesliga-Fußballtrikot mit Autogrammen oder einen Sektempfang in Heinos Café in Bad Münstereifel.