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Die ersten beiden Freiluftkonzerte auf der Bühne am Gemündener Maar bei Daun stehen an

Infrastruktur : Auf Umwegen geht’s zum Open-Air-Konzert

Jetzt geht’s los: Die ersten beiden Freiluftkonzerte auf der Bühne am Gemündener Maar stehen an. Wegen der Baustelle auf dem L-46-Teilstück mussten die Veranstalter ihr Verkehrtskonzpt ändern.

Startschuss für die Open-Air-Konzerte am Gemündener Maar: Die Macher der Veranstaltungsreihe, die ab diesem Jahr Klassiker auf dem Vulkan heißt (zuvor Klassik auf dem Vulkan), laden für heute, Freitag, zur Spanischen Nacht ein. Dabei steht die Oper „Carmen“ von Georges Bizet im Mittelpunkt, aber auch ein Klassiker wie der Bolero von Maurice Ravel darf nicht fehlen. Damit nicht genug für dieses Wochenende: Am Samstag steht das „Abschiedsgeschenk“ für den scheidenden Dauner Stadtbürgermeister Martin Robrecht an. Für ihn und weitere Fans spielt die Night-Fever-Tribute-Band die Hits der BeeGees.

Die 2019er Auflage der Veranstaltungsreihe hat das Team der Kur- und Freizeitbetriebe der Stadt Daun um Thomas Räthlein, Michaela Schenk und Petra Braun vor einer besonderen Herausforderung gestellt, denn die Hauptzufahrtsstraße zum Maar von Daun aus ist seit März gesperrt. Das bewährte Verkehrskonzept konnte also nicht zum Tragen kommen. „Die bisherigen Anlaufstellen am Dauner Sprudel und bei Getränke Schreiner fallen weg. Ausgangspunkt für den Transport zum Veranstaltungsort wird der Parkplatz am Weinfelder Maar sein“, berichtet Michaela Schenk. Damit die Gäste nicht in der gesperrten Straße zwischen Kreisel Mehrener Straße und Ortseingang Gemünden landen, ist die Anfahrt auch bereits von der Autobahnanschlussstelle Mehren aus ausgeschildert. Bei der Betreuung der Konzertbesucher können die Veranstalter auf bewährte Kräfte bauen: „Wir werden wieder vom Seniorenbeirat der Stadt und weiteren Helfern unterstützt“, freut sich Michaela Schenk.

Beim Straßenbauprojekt „liegen wir im Zeitplan“, berichtet Bruno  von Landenberg, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein. Der dickste Brocken kommt allerdings erst: die Arbeiten entlang des Kurparks. Um die dortigen Quellen zu schützen, werden doppelte abgesicherte Rohre verwendet.

Kurz vor der Abzweigung nach Gemünden wird schon kräftig gebuddelt. Foto: TV/Stephan Sartoris
Die Fahrbahnmarkierungen sind schon aufgebracht, aber bis hier wieder normaler Verkehr fließt, wird noch etwas dauern. Foto: TV/Stephan Sartoris
Es geht voran: Die Bauarbeiten auf dem L-46-Teilstück in Daun liegen im Zeitplan. Foto: Stephan Sartoris Foto: TV/Stephan Sartoris

Die Vollsperrung wird also noch einige Zeit dauern. Einer, der sich deren Ende entgegen sehnt, ist Erwin van’t Slot vom Gasthaus Zu den Maaren. „Bevor es die Baustelle gab, lief es gut, es wird auch gut laufen, wenn sie fertig ist. Außerdem steht bei mir noch ein Umbau an, es wird also alles schöner!“, ist  er guter Dinge. In der Zwischenzeit allerdings hat er deutliche Umsatzeinbrüche zu verzeichnen. „Die Dauner machen den Schlenker über Mehren zu mir eher weniger, auch die Leute aus Richtung Manderscheid und Üdersdorf fahren nun vermehrt über Oberstadtfeld nach Daun hinein.“ Bei den Einheimischen ist der Gästerückgang also spürbar, wenngleich nicht bezifferbar. Doch es gibt auch Menschen, die lassen sich von keiner Baustelle abschrecken: „Touristen und Einheimische, die zum Maar oder in den Kurpark wollen, kommen natürlich nach wie vor.“ Auch bei Bikern ist das Gasthaus unverändert beliebte Anlaufstelle. „Aber natürlich: Ich bin froh, wenn es endlich wieder freie Fahrt gibt.“