Die ganze Truppe fest im Griff

Die ganze Truppe fest im Griff

Das Sinfonieorchester Gerolstein unter Leitung von Dekanatskantor Wolfgang Merkes gastierte in der St.-Martin-Kirche in Hillesheim. Den Besuchern gefielen das Musizieren des gesamten Ensembles und die Solopartien: der Gesang von Birgit Gibson und das Geigenspiel von Judith Willmes.

Hillesheim/Gerolstein. (bb) Die Spielfreude der zwei Dutzend Laienmusiker aus den Landkreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel hatte sie im Jahr 2005 zum "Sinfonieorchester Gerolstein" zusammengeführt (der TV berichtete). Wolfgang Merkes' Beharrlichkeit formierte sie zu einem Klangkörper. Zurzeit läuft die Vereinsgründung (siehe Hintergrund).Das Konzert in der Hillesheimer Kirche stand auf zwei Säulen: den Arien, die die Sopranistin Birgit Gibson aus Feusdorf vortrug, und den Sinfonien, die das Ensemble spielte. Schlicht-feierlich interpretierte Birgit Gibson Bachs Arie "Ich will dir mein Herze schenken", sehnsuchtsvoll kam "O hätt' ich Jubels Harfe" aus Händels spätem Oratorium "Josua" und schwärmerisch die Arie "Laudate Dominum" aus dem Mozart'schen Kirchenwerk "Vesperae de Dominica". Das Sinfonieorchester spielte prägnant und eingängig aus dem Barock die Sinfonie Nr. 4 F-Dur von Boyce, aus der Übergangsphase vom Barock zur Klassik die drei Sätze aus Händels Konzert für Violine und Orchester G-Dur und eine der vier Sinfonien des komponierenden Monarchen Friedrich II , die Sinfonie Nr. 3 D-Dur.Violin-Solistin beim Händel-Konzert war die 28-jährige Judith Willmes aus Echtershausen (Kreis Bitburg-Prüm). Als sie sich vor drei Jahren auf die Aufnahmeprüfung zum Studium von Geige, Gesang und Klavier in Frankfurt/Main vorbereitet habe, sei Wolfgang Merkes' Orchestergründung für sie eine gute Gelegenheit zum zusätzlichen Ensemblespiel gewesen, erzählte die Studentin dem TV. "Ich fühle mich sehr wohl in dem Orchester, alle sind sehr nett und offen", sagt sie. "Und unser Dirigent hat die Truppe fest im Griff", ergänzt sie lachend.Aus den Reihen der etwa 100 Kirchenkonzertbesucher in Hillesheim sagte "Dirigenten-Vater" Alois Merkes aus Daun dem TV: "Es war ein wunderbares Konzert. Die beiden Solistinnen sind großartig. Und wenn das ganze Orchester spielt, finde ich es am schönsten."Die nächsten Gelegenheiten, das Sinfonieorchester konzertant zu erleben, sind am Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr, im Rathaus in Hillesheim, am Sonntag, 17. Februar, 17 Uhr, in der Klosterkirche Don Bosco in Jünkerath, am Sonntag, 24. Februar, 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Anna in Gerolstein. HINTERGRUND Sinfonieorchester Gerolstein: Die erste Probe des auf Initiative von Wolfgang Merkes gegründeten Orchesters war im Mai 2005. Seither ist jeden Samstag um 10 Uhr Probe im Pfarrheim der katholischen Kirche St. Anna oder im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gerolstein. Im Oktober 2007 wurde in einer konstituierenden Sitzung das Verfahren eingeleitet, das Sinfonieorchester auf die Basis eines eingetragenen Vereins zu stellen. In der dabei beschlossenen Satzung heißt es: "Sinn und Zweck des Vereins ist die Pflege der Orchestermusik des 17. bis 21. Jahrhunderts." Dirigent ist Wolfgang Merkes, Gerolstein, Telefon 06591/3279, E-Mail: W.Merkes@Sinfonieorchester-Gerolstein.de, Vorsitzender ist Klaus Burgund, Gerolstein, Telefon 06591/5313, E-Mail: K.Burgund@Sinfonieorchester-Gerolstein.de, Kassenwart und Schriftführer sind Karin Feils (Mettendorf) und Willi Glößner (Gondenbrett). Internet: www.Sinfonieorchester-Gerolstein.de. (bb)

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