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Menschen: Die gefiederten Freunde haben es ihm angetan

Menschen : Die gefiederten Freunde haben es ihm angetan

Ottmar Kremer aus Darscheid ist seit einem halben Jahrhundert Vogelzüchter und -schützer.

In der Bahnhofstraße 8 in Darscheid ist Sommer wie Winter ein fröhliches Gezwitscher und Gepiepse zu hören. Hausherr Ottmar Kremer ist Vogelzüchter und sorgt dafür, dass es seinen gefiederten Freunden gut geht in der vier mal fünf Meter großen Volière.

Er züchtet nicht nur Vögel, sondern ist 51 Jahre in der Vogelschutzgruppe Darscheid aktiv, die noch vom bekannten Darscheider Lehrer Hans Mühlhaus gegründet wurde. Ein Herz für Vögel zeigt Kremer auch in diesem Verein. Hier wurden schon einige verletzte, seltene Vögel behandelt. So ein kranker Uhu oder eine schwache Schleiereule.

Der Schreinermeister ist zugleich Vogelschützer und Vogelzüchter. 50 Jahre züchtet Kremer Vögel – sein eigentlicher Mentor war der Dauner Heinz Lenzen. Er hat ihn mit einem Vogelpärchen als Geschenk zur Zucht animiert.

So zeigt der 64-Jährige jetzt gern seine Schützlinge: Prachtfinken, Kubafinken, Papageienamadinen, Glanzsittiche, Kanarienvögel und Magelanzeisige, und alle fliegen topfit umher. Sie werden alle in der vorbildlichen Gartenvolierè mit Sitzstangen und Ästen untergebracht und können immer den Schutzraum erreichen, wo Katzen oder große Greifvögel keinen Zugang finden. Und natürlich gibt es in dem Gartenvogelhaus Strom, Licht, Wasser und Heizung. Zebrafinken sind die Lieblinge des Darscheiders, denn es gibt etwa 500 Farbschläge bei diesen Vögeln.

Und Kremer hat auch oft Besuch. Kinder kommen vorbei, weil sie den Grund des Gezwitschers erkunden wollen. Dann klärt er sie auf: „Nach dem Liebesspiel legt das Weibchen drei bis fünf weißliche Eier in das  weiche Nest, das das Männchen gebaut hat.“. Nun brüten Weibchen und Männchen abwechselnd 14 Tage. Nackte Zebrafinken kommen zur Welt. Der große Vogelkäfig ist die Heimat für die gefiederten Schützlinge. Sie müssen nie umziehen, und im Winter wird die Volière angenehm beheizt.

Doch nicht nur Schüler besuchen Kremer, sondern auch Zuchtkollegen  – zum Gedankenaustausch, zum Kaufen, Verkaufen  und Tauschen.