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Die Infektionszahlen in der Vulkaneifel bleiben auf hohem Niveau

Corona-Pandemie : Infektionszahlen im Vulkaneifelkreis bleiben auf hohem Niveau

Im Vulkaneifelkreis sind 222 Menschen aktuell mit dem Coronavirus infizert, viele davon gehören zu Risikogruppe. Drohen bald weiterreichende Maßnahmen?

Ein Großteil der Neuinfektionen lasse sich keinem bestimmten Herd zuordnen, berichtet die Kreisverwaltung. Damit werde die zur Eindämmung der Corona-Pandemie enorm wichtige Nachverfolgung der Infektionsketten zusehends schwieriger.

Aktuell sind 222 Menschen mit dem Coronavirus im Vulkaneifelkreis infiziert. Der Kreis meldete gestern um 14 Uhr 15 bisher noch unbekannte Ansteckungen. Von den akut infizierten Vulkaneifelern werden momentan 16 stationär in einem Krankenhaus behandelt. In den vergangenen sieben Tagen gab es 90 Neuinfektionen, damit sei der Inzidenzwert der Fälle auf 100 000 Einwohner am Freitag im Gegensatz zu Donnerstag (188 Fälle) gesunken. Aktueller Wert im Vulkaneifelkreis: 148,5.

Die Anzahl aller bisher positiv getesteten Menschen im Kreis erhöht sich damit auf insgesamt 875, aus der häuslichen Quarantäne konnten bislang 631 Personen entlassen werden, seit Beginn der Pandemie sind 22 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen.

Ein erheblicher Teil der gemeldeten Neuinfektionen bestehe aus Einzelfällen, berichtet die Kreisverwaltung. Ein weiterer Teil bilde sich aus Personen der Kategorie I, also enger Kontaktpersonen aus dem gleichen Hausstand, die sich bei einem bereits infizierten Familienmitglied angesteckt haben.

Darüber hinaus seien zahlreiche Einrichtungen und Betriebe im Vulkaneifelkreis betroffen. „Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen wurden in Quarantäne geschickt ,weil einzelne Schüler erkrankt waren.“ Die Infektionsspur sei dabei in der Regel nicht in der Schule, sondern im privaten Umfeld nachgewiesen worden, heißt es seitens der Kreisverwaltung.

Hotspots der Corona-Krise sind und bleiben die Alten- und Pflegeheime. Einerseits stabilisiere sich in dem auf schwerst demenzkranke Patienten spezialisierte Haus Helena in Mehren die Lage in Richtung Normalität, ein Großteil der der dort positiv getesteten Bewohner und Mitarbeiter gelte in der Zwischenzeit als genesen. Leider gebe es unter den Bewohnern der Einrichtung seit dem Ausbruch der Corona-Infektionen Anfang November 14 Todesfälle zu verzeichnen.

Das Virus hat inzwischen auch das Seniorenzentrum Maternus Stift in Gerolstein fest im Griff: Am Montag, 7. Dezember, wurden zwölf Mitarbeiter und Bewohner positiv getestet, zehn Tage später sind die Zahlen förmlich explodiert. Inzwischen sind 26 von 114 Mitarbeitern  infiziert, bei 49 von 100 Bewohnern wurde das Virus ebenfalls nachgewiesen, ein 85-Jähriger ist am vergangenen Wochenende im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Im Maternus-Stift Gerolstein werden Mitarbeiter alle zwei Tage einem Schnelltest unterzogen, bei einem positiven Befund folge ein ergänzender PCR-Abstrich, meldet das Gesundheitsamt – die Bewohner müssen sich den Tests wöchentlich zweimal unterziehen. Ein gesonderter Bericht zur Situation im Gerolsteiner Altersheim folgt, die Unternehmenszentrale in Berlin hat dementsprechende Anfragen noch nicht beantwortet.

 Inzwischen seien vier Angestellte und ein Bewohner im Katharinenstift in Hillesheim positiv getestet, die Lage dort sei aber derzeit stabil, es hbe keine weiteren Fälle gegeben.

Für den Fall, dass die Inzidenzzahl im Vulkaneifelkreis auf mehr als 200 Fälle je 100 000 Einwohner steige, seien zurzeit keine weiteren Maßnahmen zur Verschärfung der geltenden Beschränkungen, wie etwa eine Ausgangssperre, vorgesehen, sagt die Kreisverwaltung. „Ausnahmen oder Erweiterungen der aktuell geltenden 14. Corona-Bekämpfungs-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz stehen nicht an.“