Die letzte Ruhestätte

Der Betreuungsverein Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) Daun lädt ein zu einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Thema "Kirchliche, religiöse und historische Hintergründe der Bestattungskultur" am Mittwoch, 3. Dezember, um 18 Uhr im Forum Daun.

Daun. (red) Gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die Auflösung fester sozialer Bindungen wie Ehe, Familie und kirchliche Glaubensgemeinschaften, aber auch die wachsende Mobilität der Menschen haben weit reichende Folgen für die Bestattungskultur. Daneben sind auch friedhofsrechtliche Voraussetzungen und nicht zuletzt die Kostenfrage Entscheidungskriterien, wie sich die letzte Ruhestätte gestaltet.

Es stellt sich die Frage, ob diese Entscheidung, die entweder selbst zu Lebzeiten getroffen wird oder aber den Familienangehörigen überlassen bleibt und zunehmend von äußeren Vorgaben beeinflusst wird, noch ausreichend den Wert und die Würde des Menschen berücksichtigt. Alte Traditionen werden aufgegeben und neue Ausdrucksformen entstehen. Es werden Trends sichtbar, die entweder zur Individualisierung oder zur Anonymisierung neigen.

Wie wichtig jedoch ein Ort der Trauer und der Erinnerung ist, soll ebenfalls ein Gesprächspunkt am Informationsabend des SKFM sein. Am Mittwoch, 3. Dezember, um 18 Uhr im Forum Daun referieren Dechant Ludwig Gödert und Bestatterin Waltraud Warneke. Es gibt Gelegenheit zur Diskussion.