Die neue Antwort auf Existenzfragen

Die neue Antwort auf Existenzfragen

DAUN/NERDLEN-KRADENBACH. Mehr Präsenz des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) Daun in der Öffentlichkeit und daraus resultierend eine bessere Auslastung: Dieses Ziel hat sich der neue Geschäftsführer Manfred Hein gesteckt, der seit 1. Dezember im Amt ist.

Das war doch mal ein Einstand nach Maß: Gleich an seinem ersten Arbeitstag (1.Dezember) konnte sich Manfred Hein als neuer Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Daun in Schale werfen und als Mitglied einer Dauner Delegation mit nach Mainz reisen, wo die Sieger des Multimediawettbewerbs 2003/2004 des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurden. Gemeinsam mit vier weiteren Partnern hatte das TGZ den Beitrag "Kommunizieren-Qualifizieren-Praktizieren: Digitaler Mittelstand in der Eifel" eingereicht und wurde damit zu einer der Sieger gekürt (derTV berichtete). Zu diesem Erfolg konnte der neue Geschäftsführer noch nichts beitragen, aber diese Auszeichnung kam gerade richtig für ihn, um gleich durchzustarten. "Der Preis ist eine große Chance, das TGZ weiter nach vorne zu bringen und positiv nach außen darzustellen. Diesen Rückenwind gilt es zu nutzen", erklärt Hein. Der 49 Jahre alte Wallenborner ist seit Anfang Dezember mit an Bord an Bord des TGZ und führt gemeinsam mit Gerd Becker die Geschäfte. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn war der Verwaltungsfachwirt mehr als 20 Jahre im Sozialbereich tätig, zuletzt als Sachgebietsleiter Sozialhilfe/Sozialversicherung und stellvertretender Abteilungsleiter der Ordnungs- und Sozialverwaltung der Verbandsgemeinde (VG) Daun. Bekannt ist Hein vor allem durch seine mehr als Jahrzehnt währende Tätigkeit als Fußballtrainer in Wallenborn. Als klar wurde, dass Hartz IV die Zuständigkeit der VG im Sozialbereich ändern würde, machte sich Hein Gedanken um seine Zukunft. "Außerdem: Wer hat als fast 50-Jähriger denn sonst noch die Chance, nach 21 Jahren in ein neues Metier einzusteigen?", fragte sich der zweifache Vater. Ganz raus aus der Verwaltung ist er ja nicht, denn neben dem TGZ-Job ist er auch Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung für die VG. Verbessern will Hein vor allem das Image des TGZ: "Eine solche Einrichtung braucht mehr Präsenz in der Öffentlichkeit. Wie soll jemand hierher kommen, wenn er nicht weiß, dass es das TGZ gibt?" Aus einem gesteigerten Bekanntheitsgrad könne auch eine bessere Auslastung für das TGZ resultieren, wünscht sich Hein. "Wenn man die Rahmenbedingungen sieht, die wir hier bieten, müssen wir nach außen noch deutlicher machen, dass das TGZ eine erste Adresse für Existenzgründer ist." Die wirtschaftliche Lage ist aber auch am vor fünf Jahren gegründete TGZ nicht vorübergegangen. Derzeit haben 14 Existenzgründer dort ihren Sitz, zwischendurch waren es schon mal 16. Bei einer angestrebten Durchschnittsbelegung von 80 Prozent der Gesamtfläche und einer zwischenzeitlichen Auslastung von 90 Prozent liegt die Belegung bei 70 Prozent. Aber Hein kann Erfolge melden: So hat ein Schreiner zu Jahresbeginn eine Halle übernommen, am 1. Februar zieht eine neue Firma ein, die drei Büroräume gemietet hat. Und noch etwas positives: Das TGZ-Restaurant ist wieder geöffnet. Für dieses Jahr hat der neue TGZ-Geschäftsführer einiges vor, vor allem sollen die bei der Premiere erfolgreichen Dauner Mediatage weitergeführt werden. "Die Aussteller waren sehr zufrieden, und auch das Rahmenprogramm hat gestimmt. Die Mediatagae werden in diesem Jahr an zwei Tagen veranstaltet und ein Marktplatz der Möglichkeiten sein, aber vor allem auch die Leistungsfähigkeit des TGZ unter Beweis stellen", kündigt er an.

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