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Die Ortsgemeinde Kelberg hat Obstbäume für die Kindergartenkinder gepflanzt.

Natur : Die Gaben der Natur ganz nah

Die Ortsgemeinde Kelberg hat Obstbäume gepflanzt, deren Ertrag der Kindertagesstätte zugute kommt – in Form von Äpfeln, Birnen und Pflaumen, im Sinne des Beobachtens und Lernens.

Man kann einen Apfelkern in einen Blumentopf legen, meint die fünfjährige Lina. „Aber dann dauert es sehr lange, bis es ein großer Baum wird“, glaubt sie. Ihre Freundin Luna (6) hat schon einmal beobachtet, wie ein Baum gepflanzt wird. „Man gräbt ein großes Loch und stellt den Baum mit Wurzeln hinein. Dann wird die Erde wieder drauf geschaufelt“, erklärt sie. „Der Baum braucht auch Wasser, damit die Äpfel wachsen“, meldet sich Mattis (fast 4) zu Wort.

Lina, Luna und Mattis sind Kelberger Kindergartenkinder. Nun gehören sie zu dem Trupp, der dem Trierischen Volksfreund das jüngste Projekt vorstellt: die neu gepflanzten Obstbäume auf den Grünflächen der Ortsgemeinde in der Vinzentiusstraße in direkter Nachbarschaft zur Kita St. Vinzentius. „Es ist eine Art Patenschaft“, sagt Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas, der mit einem Korb Äpfel zu dem Termin erscheint. Eine gute Idee. Sieht schön aus auf dem Foto. Und lecker sind sie auch, wie sich herausstellt.

Im Zuge des Neuausbaus mit Verkehrsberuhigung waren vor sieben Jahren Zierkirschen auf den Grünflächen entlang der Vinzentius-Straße gepflanzt worden. Bei den Überlegungen, der Kita eine kleine Obstbaumplantage zu stiften, sei die Idee entstanden, die Pflanzen - drei Apfelbäume, zwei Birnbäume, ein Pflaumbaum – genau dort zu pflanzen. Es sei genügend Platz vorhanden, und die unmittelbare Nähe zur Kita sei ein weiterer Vorzug, erklärt der Ortsbürgermeister. Der örtliche Gartenbauunternehmer Mario Jax setzte die Bäume und wird sich in Zukunft auch um den Pflegeschnitt kümmern. Die Mitarbeiter des Bauhofs halten ein Auge darauf und wässern, wenn nötig. Der Ertrag in Form von Äpfeln, die „Gloster“ und „Granny Smith“ heißen, und Birnen mit Namen wie „Clapp’s Favourite“ und „Beurré Hardy“ kommt der Kita zugute. „Wir träumen schon von einer kleinen Obstpresse“, sagt die Erzieherin Patricia Hetterich. „Die Bäume ergänzen unser Projekt ‚Hochbeet’“, erzählt ihre Kollegin Sabine Bürger. Denn auch dabei würden den Kindern die Gaben der Natur vom Säen und Pflanzen übers Wachsen bis zum Ernten und Zubereiten nahe gebracht. „Und wir nehmen die Obstbäume in unsere Bewerbung um einen Klimaschutzpreis auf“, ergänzt Wilhelm Jonas.