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Die Politik wurde ihm in die Wiege gelegt

Landtagswahl : Die Politik wurde ihm in die Wiege gelegt

Der TV stellt alle Direktkandidaten und ihre Ziele für die Landtagswahl im März vor. Dieses Mal Gordon Schnieder aus Birresborn, der für die CDU antritt.

„Landtagsabgeordneter“, antwortet Gordon Schnieder auf die Frage nach seinem Beruf. Bevor er aber nach Mainz ging, war Diplom-Finanzwirt sein Beruf. Von 1998 bis zum Jahr 2001 war er Finanzbeamter in Köln, danach wechselte er zur Kreisverwaltung in Bitburg. 2016 zog er in den Landtag in Mainz ein und seitdem ist er eben Landtagsabgeordneter.

In die CDU ist Gordon Schneider schon im Alter von 16 Jahren eingetreten. „Ich war schon ein Stück weit familiär geprägt“, sagt der 45-Jährige. Sein Vater habe damals schon im Kreistag gesessen und auch seine Brüder waren in der Partei.

2004 wurde er erstmals in den Kreistag der Vulkaneifel gewählt, 2010 Kreisvorsitzender der CDU Vulkaneifel und 2013 Fraktionsvorsitzender CDU im Kreistag. Von 2014 bis 2019 war er Ortsbürgermeister in Birresborn.

Zu seinen politischen ZIelen befragt, nennt Schnieder als erstes die Gesundheitsversorgung im Vulkaneifelkreis und dabei besonders den Erhalt der Krankenhäuser. Aus seiner Sicht ist die Vulkaneifel ganz besonders von der Gefahr des Krankenhaussterbens bedroht. Rein rechtlich sei Gerolstein entbehrlich, aber für die Erreichbarkeit sei das ganz schlecht. Das mache den Menschen Angst. „Wir brauchen die medizinische Versorgung für die Qualität im ländlichen Raum“.

Und beim Thema Qualität im ländlichen Raum kommt Schnieder auch schnell auf das Thema schnelles Internet zu sprechen. Nur wenn das vorhanden sei, sei es auch möglich, Firmen im Vulkaneifelkreis anzusiedeln. Einen weiteren Faktor beim Thema Lebensqualität in der Vulkaneifel sieht Schnieder auch auch beim Lückenschluss der A1. Wenn der nicht bald komme, sehe er die Gefahr, dass die Dörfer kaputtgefahren würden. Schnieder möchte sich außerdem für die künftige Selbstständigkeit des Landkreises einsetzen. Er wolle, dass sich die Bürger mit ihrer Heimat identifizieren können. Sonst gehe das Zusammengehörigkeitsgefühl verloren. Und das schadet laut Schnieder auch dem Ehrenamt.

Das Thema Straßenausbaubeiträge ist ein weiteres, das Schnieder auf seiner Liste hat. „Wir wollen die Abschaffung“, sagt er. Der Aubau von Straßen gehöre zur gemeindlichen Daseinsvorsorge und sollte für die Bürger nicht noch Extrakosten verursachen. Dem Ehrenamt möchte der Birresborner mehr Wertschätzung entgegenbringen. Dabei hat er vor allem die Blaulichtfamilie im Blick. Vor allem bei der Feuerwehr sei die Nachwuchsgewinnung eine wichtige und schwierige Aufgabe. Er möchte gerne erreichen, dass es in den Schullehrplan aufgenommen wird, dass sich die aktiven Helfer dort vorstellen können, um Nachwuchs zu gewinnen. Aber auch andere Anreize seien für ihn denkbar. Als Beispiel nennt er eine mögliche finanzielle Unterstützung beim Führerschein, bei einer dauerhaften Verpflichtung von zehn Jahren.

Schnieder selbst ist auch ehrenamtlich als Vizepräsident im Landesmusikverband Rheinland-Pfalz tätig. Selbst musiziert er aber nicht mit einem Instrument, ist aber als Sänger im Kirchenchor aktiv. Schnieder lebt in Birresborn mit seiner Frau und seinen drei Kindern.

Gordon Schnieder wünscht sich, dass die CDU bei der Wahl die stärkste Kraft wird. Und er habe auch Wunschpartner für eine Koalition. Natürlich hofft er darauf, das Direktmandat zu gewinnen.