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Die Seniorenheime in der Vulkaneifel verzeichnen viele Ansteckungen

Corona-Pandemie : Seniorenheime geraten in der Vulkaneifel immer mehr unter Virus-Druck

 Im Haus Helena in Daun-Mehren, in dem schwerst demenzkranke Menschen untergebracht sind, seien am Sonntag zwei weitere Bewohner verstorben, berichtet Amtsarzt Volker Schneiders. „Damit haben wir dort nun insgesamt elf Todesfälle zu beklagen.“ Sämtliche Bewohner waren bis Stand Montag positiv auf Corona getestet worden.

„Von den 75 Mitarbeitern waren 52 infiziert, inzwischen sind 31 davon wieder aus der Quarantäne entlassen, sodass der Pflegebetrieb im Haus Helena wieder autark läuft“, sagt Schneiders.

Auch im Maternus Seniorenzentrum in Gerolstein seien Corona-Fälle zu vermelden: „Nachdem am 2. Dezember eine Mitarbeiterin mit Symptomen in stationäre Behandlung kam, hatte das Gesundheitsamt dort Schnelltests durchgeführt und zwei weitere Mitarbeiterinnen positiv getestet.“

Inzwischen seien 12 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (von insgesamt 114) von Corona betroffen, darüber hinaus sei einer der 100 Bewohner infiziert. „Inzwischen haben wir dort ein restriktives Besuchermanagement eingeführt und einen Aufnahmestopp verfügt“, berichtet der Amtsarzt. „Alle Mitarbeiter tragen Schutzkleidung und FFP2-Masken, die pflegerische Versorgung ist sichergestellt.

Leider hat das Virus auch erneut das Seniorenzentrum Katharinenstift in Hillesheim erreicht. Dort ist ein Bewohner (von 103) erkrankt, drei von insgesamt 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind positiv getestet. Todesfälle habe es bisher weder in Gerolstein, noch in Hillesheim gegeben.

„In beiden letztgenannten Häusern lassen sich die Wohnbereiche gut isolieren“, sagt Volker Schneiders. Bei den Mitarbeitern würden nun alle zwei Tage Abstriche vorgenommen, die Bewohner zweimal die Woche getestet.