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Die Sozialdemokraten haben ihre Liste für die Kreistagswahl aufgestellt.

Politik : Jung, weiblich, regional gemixt

Die Sozialdemokraten haben in Gerolstein ihre Liste der Kandidaten für die Kommunalwahl 2019 aufgestellt.

Man habe es sich nicht leicht gemacht, sagt der SPD-Kreisvorsitzende Jens Jenssen bei der Vorstellung des  42 Listenplätze umfassenden Papiers. „Alle acht Ortsvereine waren eingebunden, ihre Vorschläge sind in die Kreistagsliste eingeflossen.“ Dazu wurden klare Vorgaben genannt: „Es sollten möglichst viele Frauen und junge SPD-Mitglieder auf den vorderen Listenplätzen stehen, gewünscht war eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen und neuen Kandidaten, alle Ortsvereine des Kreises sollten vertreten sein.“

Die Aufstellung spiegelt das wider: Auf den ersten 15 Listenplätzen sind acht Genossinnen gesetzt – mit Nick Rademacher (26 Jahre), Nils Böffgen (20) und Jochen Geilenkirchen (26) sind drei junge SPD-Mitglieder im oberen Drittel der Liste vertreten. (siehe Info)

Nicht alle 42 Kandidaten konnten  an der Wahlkonferenz teilnehmen, sie wurden aber alle durch die Vorsitzenden ihrer Ortsvereine kurz vorgestellt, alle Anwesenden erhielten die Gelegenheit, etwas zu sagen. Kampfkandidaturen gab es keine.

Nach den Berichten zur Kommunalwahl und der Aussprache, bestätigten die 43 Delegierten in geheimer Wahl die SPD-Kreistagsliste. „Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden mit 40, 41, 42 oder auch 43 Stimmen gewählt“, sagt Jenssen. „Das freut mich sehr!“

Eine breite Zustimmung fand die Idee der Einführung eines Jugendparlaments auf Kreisebene – überhaupt soll die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums eine große Rolle im kommenden Wahlkampf einnehmen. „Wir brauchen einen Ausschuss für soziale Belange, nicht wie bisher lediglich einen Arbeitskreis. Der bereits erarbeitete Schulentwicklungsplan muss endlich durch den Kreistag beschlossen werden“, fordert Jens Jenssen.

Naturschutz und Rohstoffsicherung bleiben ebenso große Wahlkampfthemen der Sozialdemokraten: „Wir wollen dafür eine gemeinsame Lösung quer durch die Parteien“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Astrid Schmitt. Und sie fordert weiter: „Bereits genehmigte Abbauflächen und Gruben müssen einer Einzelüberprüfung unterzogen werden. Denn eines ist klar: Wir werden kein platt gebaggertes Land akzeptieren.“

Auch SPD-Kreisvorsitzender Jenssen stellt klar: „Keine Erweiterung bestehender Gruben, keine neuen Abbaugebiete mit der SPD“, sagt der Kreisvorsitzende und fügt hinzu: „Der Tourismus ist für die Vulkaneifel ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der Erhalt der einzigartigen Landschaft sollte deshalb an erster Stelle stehen.“

Gast war Hans Peter Böffgen, der  Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein. Böffgen (mit roter Krawatte) bedankte sich für die Unterstützung der SPD in seinem Wahlkampf. Er forderte: „Wir müssen ernst nehmen, was die Menschen interessiert, ich wünsche der SPD viel Elan.“