Die Spur hinter der Spur

Die Spur hinter der Spur

Axel Petermann, Tatortanalytiker aus Bremen, hat im Rahmen der Eifel-Kulturtage vor einem ausverkauften Kriminalhaus in Hillesheim gelesen. Er ist bekannt für seine Arbeit an ungeklärten Mordfällen.

Hillesheim. Axel Petermann hat an mehr als 1000 ungeklärten Mordfällen, sogenannten "cold cases", gearbeitet und bislang drei Bücher zu diesem Thema veröffentlicht. Sein Erstlingswerk "Auf der Spur des Bösen" hatte eine Auflage von annähernd 100 000 Stück.

Mit einer Mischung aus Lesung und Gespräch zog er die Zuschauer in seinen Bann. "Die Spur hinter der Spur", so Petermann, beschäftigte ihn während seines Berufslebens. Wobei mancher Fall erst Jahrzehnte später gelöst werden kann. Auch dadurch bedingt, weil sich die Methodik weiterentwickelt.

Insbesondere die DNA-Analyse war ein revolutionärer Schritt in der Verbrechensbekämpfung. Wesentlich sei auch ein nüchterner und versachlichter Blick auf den Tatort, die Fakten und Indizien. Gelangt die Ermittlung in eine Sackgasse, sei es eben notwendig, den Blickwinkel zu ändern und von vorne zu beginnen.

Was war die Intention des Mörders, seine Motivation? Warum sieht der Tote so aus, wie er aussieht? Oft steht dahinter ein Bedürfnis, kein Zufall. Neun von zehn Morden werden von Männern durchgeführt. Auch affektiv. Frauen gehen gezielt vor, nach Plan, auch weil sie physisch unterlegen sind, so Petermann.

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