Die Stadt plant, in Gerolstein und den Stadtteilen 2019 gut 5,5 Millionen Euro zu investieren.

Investitionen : So mancher Stein wird in Gerolstein umgedreht

Die Stadt plant, in Gerolstein und den Stadtteilen im kommenden Jahr gut 5,5 Millionen Euro zu investieren. Straßenerneuerungen und Gewässerrenaturierung stehen im Vordergrund.  

In der Stadt Gerolstein und den Stadtteilen soll sich im kommenden Jahr einiges bewegen. Der Bauausschuss der Stadt hat nun eine Liste der geplanten Vorhaben beschlossen, über die aber der Stadtrat das letzte Wort hat. Insgesamt sollen  mehr als 5,5 Millionen Euro investiert werden. Nicht eingerechnet ist darin der zunächst ebenfalls für 2019 geplante Ausbau der L 24 in Müllenborn samt der Erneuerung der Gehwege, der Straßenbeleuchtung, einiger Zufahrtsstraßen und Buswartehäuschen, die mit gut einer Million Euro veranschlagt ist.

Auf die Stadt Gerolstein entfallen Investitionen in Höhe von 4,6 Millionen Euro, auf die Stadtteile von knapp einer Million Euro.

Den mit Abstand größten Posten macht der Stadtumbau im Zentrum von Gerolstein aus, der für nächstes Jahr mit gut anderthalb Millionen Euro beziffert ist und für den gut 1,1 Millionen Euro Zuschüsse bereitstehen. Darunter fallen solche Vorhaben wie der Ankauf und Abriss von Gebäuden in der Hauptstraße, um sogenannte Stadtbalkone zu schaffen – also Aussichtsplattformen aus der Innenstadt, die aber auch als Hingucker für die Autofahrer auf der Bundesstraße 410 (Brunnenstraße) wirken sollen. Denn der auswärtige Verkehrsteilnehmer ahnt nicht, dass sich hinter der deutlich höher liegenden Häuserfront Gerolsteins Innenstadt befindet. Wie viel von der Gesamtsumme allerdings im nächsten Jahr investiert werden wird, ist noch unklar, denn zwei zentrale Vorhaben liegen schließlich auf Eis: die Konversion des Brunnengeländes sowie Ankauf und Abriss des Kaiserhofs, wo sich Stadt und Eigentümergemeinschaft nicht auf einen Preis einigen können.

Deutlich über eine Million Euro wird auch in die Renaturierung von Gewässern in der Stadt investiert – auch, weil das Land solche Vorhaben mit 90 Prozent bezuschusst. In Angriff genommen werden sollen die Renaturierung des Peschenbachs, der unter anderem in Rohren unter der Industriebrache Drahtfabrik durchfließt. Er soll, nachdem die Gebäude abgerissen und entsorgt wurden, freigelegt werden und wieder ein natürliches Bachbett bekommen. Gesamtkosten: gut 800 000 Euro. Fortgesetzt wird auch der vor dem Rathaus bereits attraktiv gelöste Umbau der Kyll in der Innenstadt – diesmal im Bereich zwischen Postgebäude, Bahnhof und Hochbrücke. Auch dort soll die Aufenthaltsqualität am Gewässer verbessert werden, unter anderem durch Sitzstufen, die bis hinunter zum Wasser reichen. Das Vorhaben ist mit knapp 530 000 Euro beziffert.

Nächstes Jahr soll der zweite Abschnitt der Kyll – vor dem Bahnhof zwischen Post und Hochbrücke – umgebaut werden. Foto: TV/Mario Hübner
In den Umbau der Stadt, der Kyll im Bereich des Bahnhofs und einiger Straßen will die Stadt Gerolstein im nächsten Jahr in der Kernstadt investieren - und in zahlreiche Projekte in den Stadtteilen. Foto: TV/Mario Hübner
Seit Jahren geplant: 2019 soll nun wirklich eine Reihe von Straßen – wie die Gerolstraße – in der Kernstadt auf Vordermann gebracht werden. Foto: TV/Mario Hübner
In den Umbau der Stadt, der Kyll im Bereich des Bahnhofs und einiger Straßen will die Stadt Gerolstein im nächsten Jahr in der Kernstadt investieren - und in zahlreiche Projekte in den Stadtteilen. Foto: TV/Mario Hübner

Der Ausbau und die Unterhaltung einiger Stadtstraßen – seit Jahren geplant, aber immer wieder verschoben – macht ebenfalls einen dicken Posten von rund 1,5 Millionen Euro aus. Das teuerste Vorhaben davon ist der Ausbau der Gerolstraße samt Seitenweg, der mit gut 700 000 Euro veranschlagt ist.

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