Die Volksbank RheinAhrEifel hat ihre Bilanz 2018 vorgestellt.

Aus dem Archiv Januar 2019 : Die sieht Bilanz der Volksbank RheinAhrEifel aus

Die Volksbank RheinAhrEifel hat ihre Bilanz 2018 vorgestellt. Auch die Perspektiven für die geplante Fusion mit der Volksbank Koblenz, die im September vollzogen sein soll, stellen sich gut dar. Besonders spannend könnte es für die Dauner werden.

Voraussichtlich war es für Elmar Schmitz die letzte Bilanzpressekonferenz, die er in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel leitete. Denn der Ruhestand rückt für ihn näher, sein Nachfolger ist mit Sascha Monschauer bereits auserkoren. Den Freiraum nutzte Schmitz, um gleich zu Beginn für einen Banker ungewohnt deutliche Worte über die politischen Rahmenbedingungen zu äußern, die auch auf die Genossenschaftsbank aus der Eifel einwirken: „Beim Brexit wäre ein neues Referendum am besten, denn die Debatten lösen nur jede Menge Unruhe aus, das trifft auch unsere Kunden.“ Schmitz zeigte klare Kante gegen „viele Despoten, Demokratieverfall und Populisten“, welche die Märkte verunsicherten, und ließ in dem Zusammenhang keinen Zweifel daran, dass es da „keine Alternative für unser Land, sondern eine Schande für unser Land“ gebe.

Doch auf so viel Kritik am Zustand der Gesellschaft folgte dann der Gegenpol: In allen vier Regionalmärkten der Volksbank RheinAhrEifel, so auch in der Vulkaneifel, beweise sich das Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit und Kompetenz des genossenschaftlichen Geldinstituts. Schmitz untermauerte diese Aussage mit Zahlen: Die Bilanzsumme stieg um 4,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, das Eigenkapital sei „kraftvoll gestärkt“ worden auf 300 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen wuchsen um 80 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden, die Kundenkredite steigerten sich um acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. „Wir konnten deutliche Gewinne bei den Marktanteilen verzeichnen“, präsentierte Elmar Schmitz ein selbstbewusstes Ergebnis. So können sich die Mitglieder – laut Vorschlag der Vorstandsmitglieder – auf eine kommende Dividende von fünf Prozent freuen. „Wir haben ein Rating von A++, mehr geht nicht.“

Die Bank wachse gegen den Trend. Das gehe jedoch nur mit der Bereitschaft, sich auf verändertes Kundenverhalten einzustellen. So werde die Digitalisierung weiter vorangetrieben, etwa mit mobilen bargeldlosen Zahlverfahren, Apps oder Service-Portalen für Firmen. „Aber wir machen da nicht alles mit, sondern nur das, was nach unserer eingehenden Prüfung als wirklich sicher gelten kann“, antwortete er auf Fragen nach Schutzmechanismen beim online-Banking.

Weitere Filialschließungen als die bereits erfolgten stehen, so Elmar Schmitz, nicht an, da gebe es „keine Pläne in der Schublade, auch wenn wir uns natürlich ständig anpassen und auf starke Standorte fokussieren müssen“. So soll auch die Fusion mit der genossenschaftlichen Partnerbank Koblenz-Mittelrhein, die – wenn alles nach Plan läuft und die Vertreterversammlung zustimmt – im September dieses Jahres mit gemeinsamer EDV vollzogen wird, zu keinen Arbeitsplatzverlusten oder negativen Folgen für die Kunden führen. „Jeder Regionalmarkt hat seine eigene Kultur und wird die auch behalten“, versprach der Vorstandsvorsitzende.

Das jedoch kann für Daun durchaus Veränderungen mit sich bringen. Denn das in die Jahre gekommene Volksbank-Gebäude in der Abt-Richard-Straße sei eine Herausforderung: „Es ist klar, dass man baulich etwas machen muss“, räumte der aus der Vulkaneifel stammende und mit den Räumlichkeiten vor Ort bestens vertraute Schmitz ein. „Die Frage ist, wo man einen Neubau errichten kann und was aus dem Altbau wird. Noch ist keine repräsentable Lösung in Sicht.“ Sicher ist, dass jegliche neue Niederlassung ebenso mitten in der City sein soll wie die jetzige. Das schränkt Alternativen stark ein. „Ich gehe davon aus, dass es eine ganze Weile dauert, bis wir etwas anderes gefunden haben“, sagte der Regionalmarktleiter Vulkaneifel Thomas Klassmann.

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