Die Zuversicht in Zeiten der Krise

Die Zuversicht in Zeiten der Krise

In den Startblöcken: Die Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks (IGP) der Verbandsgemeinde (VG) Hillesheim in Wiesbaum steht nach Aussage von Bürgermeisterin Heike Bohn kurz bevor. Bis Ende des Jahres sollen 5,2 Hektar zusätzlicher Gewerbeflächen erschlossen sein.

Hillesheim/Wiesbaum. (mh) Für die Erweiterung des Gewerbeareals im Norden des Hillesheimer Landes liegt zwar bislang noch immer weder ein schriftliches "Okay" noch ein Zuschussbescheid aus dem rheinland-pflälzischen Wirtschaftsministerium vor. Dennoch geht Hillesheims Bürgermeisterin Heike Bohn von einem baldigen Start aus. "Ich erwarte jeden Moment den Bescheid, positive Signale aus Mainz haben wir bereits bekommen." Daher würden bereits jetzt die Ausschreibungen vorbereitet. Bohn rechnet damit, dass die Erschließungsarbeiten bis Ende dieses Jahres erledigt sind, so dass Investoren "ab Frühjahr 2010" mit einer Bebauung der Grundstücke beginnen könnten.

"Aktuell sind wir mit einem Investor einig, der sofort loslegen würde. Zudem gibt es zwei weitere Interessenten", sagt Bohn. Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet. Nach TV-Informationen handelt es sich um ein bereits im Hillesheimer Land ansässiges Unternehmen.

Bei den Interessenten hingegen sei derzeit "etwas mehr Zurückhaltung" als noch vor Monaten zu spüren. Daher sei die zeitliche Verzögerung um einige Monate - nach den jüngsten Planungen sollte bis Herbst 2009 erweitert worden sein - auch nicht schlimm. "Momentan steht leider niemand weiteres vor der Tür, der morgen ein großes Grundstück haben will", sagt Bohn.

Aktuell gehe es in den Gesprächen mit Mainz auch um die Höhe des Zuschusses. Der hatte in der Vergangenheit bei Bauvorhaben im IGP bei 60 Prozent der Baukosten gelegen. Jetzt sollen es laut Bohn "nur" noch 55 Prozent sein. "Da hatten wir uns - auch vor dem Hintergrund des Konjunkturpakets - etwas mehr erhofft. Schließlich ist das, was wir hier machen, klassische Wirtschaftsförderung, also exakt das von Bund und Land angestrebte Ziel", sagt die Bürgermeisterin. Die Kosten für die Erweiterung liegen bei rund einer Million Euro. Abzüglich des Landeszuschusses von 550 000 Euro verbleiben als Eigenanteil für den Zweckverband 450 000 Euro. Der finanziert seine Ausgaben mit dem Verkauf der erschlossenen Grundstücke.

Insgesamt soll der IGP um 5,2 Hektar (52 000 Quadratmeter) Gewerbefläche erweitert werden. Geplant ist, in Richtung Mirbach 40 000 östlich der bisherigen Erschließungsstraße zu gewinnen. Entstehen sollen dabei nur zwei Parzellen - eine davon für besagten potenziellen Investor.

Darüber hinaus sollen auf der anderen Seite des Gewerbegebiets zusätzlich 1,2 Hektar Gewerbeflächen erschlossen werden.

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