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Digitalpakt Schule Verbandsgemeinden Daun Kelberg

Verbandgemeinden Daun und Kelberg : Schulen werden digital aufgerüstet

Mit finanzieller Unterstützung schaffen auch die Verbandsgemeinden Daun und Kelberg neue Mobilgeräte an.

(sts) Wegen Corona hat es im Frühjahr über viele Wochen nur „Fernunterricht“ gegeben, weil Schulen geschlossen waren. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Möglichkeit ist, dass Schüler von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen können und dass diese Möglichkeit nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen soll. Der Bund hat deshalb ein Sofortausstattungsprogramm mit einem Umfang von 500 Millionen Euro aufgelegt.

Weil das Risiko besteht, dass Bildungseinrichtungen auch in Zukunft coronabedingt ihre Pforten schließen müssen, soll mit dem Programm das soziale Ungleichgewicht auf diesem Sektor behoben werden.

Aus diesem Programm hat die Verbandsgemeinde (VG) Daun 78 Tablets und sieben Tablet-Koffer angeschafft. „Zusätzlich dazu hat der Bund aus einem Nachtrag 19 weitere I-Pads bereitgestellt. Zusätzlich haben alle Schulen an ,Medienkompetenz macht Schule’ teilgenommen. Dort haben wir noch weitere 96 Tablets und sechs I-Pad-Koffer erhalten“, erklärt VG-Sprecherin Doris Sicken. Außerdem habe die VG für die Schulen aus dem eigenen Budget 36 Tablets angeschafft. Insgesamt stünden künftig 229 Tablets in den Schulen der VG Daun zur Verfügung. Sie ist Trägerin der Grundschulen in Daun, Dockweiler, Mehren, Üdersdorf sowie Wallenborn und der Grund- und Realschule in Gillenfeld.

Im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms werden für die Grund- und Realschule in Kelberg 40 Notebooks und für die Grundschule Uersfeld zwölf Tablets zur Verfügung gestellt, teilt die VG Kelberg mit. Diese Geräte würden leihweise an die Schüler weitergegeben.

Im Rahmen des eigentlichen „Digitalpakts Schulen 2019-2024“ sei folgendes vorgesehen: In der Schule in Kelberg sowie der in Uersfeld erfolgt die Herstellung der EDV-Verkabelung und die Verlegung der notwendigen Elektroleitungen. In allen Klassen- und Fachräumen sei die Vernetzung kabelgebunden erfolgt, für die Nutzung mobiler Endgeräte sei aber auch ein ausreichend leistungsfähiges WLAN-Funknetz vorgesehen.

Diese Maßnahmen seien erforderlich, da bislang in den beiden Schulen eine entsprechende Vernetzung nicht beziehungsweise nur provisorisch vorhanden ist. „Mit Blick auf den Digitalpakt sollen nun als erste Maßnahme alle Schulen und Räumlichkeiten innerhalb der Gebäude an das schnelle Internet angeschlossen werden“, heißt es aus dem Kelberger Rathaus.

Nach Herstellung der Infrastruktur erfolge auch die Anschaffung weiterer Hard- und Software über das Zuschussprogramm „Digitalpakt Schulen“. Aus diesem Topf bekommt die VG knapp 213 000 Euro. Vorgesehen sei in einem ersten Schritt die Anschaffung von digitalen Arbeitsgeräten und mobilen Endgeräten wie zum Beispiel neue Server für die beiden Schulen und rund 80 neue Computer.