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Dorfladen in Densborn ist wichtig fürs Dorf

„Nur gemeinsam sind wir stark“ : Dorfladen in Densborn kämpft um Erhalt

Trotz Umsatzeinbußen durch Corona: Tina Theis kämpft um den Erhalt ihres Dorfladens in Densborn.

Dorfläden bieten mehr als die bloße Einkaufsmöglichkeit, sie können auch ein wichtiger Platz fürs dörfliche Miteinander sein. Deshalb freute man sich in Densborn natürlich darüber, als Tina Theis den Dorfladen in Densborn übernahm und im März 2019 nach einer zehnwöchigen Umbauphase wieder öffnete. Gerade für die älteren Bewohner war „Tinas Laden“ ein willkommener Treffpunkt, um sich zu unterhalten und über das Dorfgeschehen auszutauschen. Denn im Gegensatz zum Supermarkt ist das soziale Miteinander ausdrücklich erwünscht. Das Geschäft wurde gut angenommen – und dann kam Corona, was auch Densborns Dorfladen durch Umsatzeinbüßen zu spüren bekam. Vor diesem Hintergrund rief Ortsbürgermeister Jürgen Clemens im Herbst im Amtsblatt dazu auf, das Geschäft, das eine Bereicherung für die Kylltal-Gemeinde sei, zu unterstützen und verstärkt für Einkäufe zu nutzen.

Die Betreiberin erklärte damals, bis Ende des Jahres abzuwarten und die Situation dann zu bewerten. Falls keine Besserung eintreffe, mache es keinen Sinn mehr, den Dorfladen zu betreiben.

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Logo Mutmacher ONLINE Foto: TV/Schramm, Johannes

Zur Erleichterung auch des Ortsbürgermeisters hat sich Tina Theis trotz der widrigen Begleitumstände  nicht unterkriegen lassen. Denn sie kämpft für den Erhalt ihres Dorfladens. „Ich hoffe darauf, dass irgendwann einmal eine gewisse Normalität einkehrt“, sagt die gebürtige Kölnerin. „Und wenn wir alle zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, wird am Ende alles gut.“ Die Ladenbesitzerin bietet  weiterhin einen Lieferservice an, „auch wenn das Angebot nicht besonders gut angenommen wird“, sagt sie. „Ich halte auch an meinen Öffnungszeiten unter den geltenden Hygienevorschriften fest, einige Kunden kommen regelmäßig vorbei.“ Vor einigen Wochen hatte sie auf der Internetseite des Ortes selbst einen Aufruf gestartet und um Unterstützung für den Friseursalon und die Dorfkneipe geworben. Denn: „Nur gemeinsam sind wir stark und kommen bestmöglich durch diese schwere Zeit.“