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Drei Fliegen mit einer Klappe

Drei Fliegen mit einer Klappe

DAUN. Bis zum Sommer 2006 soll im Liesertal eine neue Sportanlage für Beachvolleyball und -handball entstehen.

Die Sportarten Beachvolleyball und -handball, die sich auch in der Eifel wachsender Beliebtheit erfreuen, sollen im nächsten Jahr auch in Daun verstärkt betrieben werden können. Der Turn- und Sportverein (TuS) Daun, der beide Trendsportarten anlässlich seines Aktionstags zum 100-jährigen Bestehen Anfang Juli anbot, will die Möglichkeit dafür schaffen. Mit einer entsprechenden Anlage soll das Sportangebot in der Stadt erweitert, brachliegende Teile eines Sportgeländes wieder genutzt, und der Sand, den der TuS für den Aktionstag angeschafft und auf dem Marktplatz aufgeschüttet hatte, weiterverwendet werden. Drei Fliegen sollen so mit einer Klappe geschlagen werden. "Die Idee entstand bereits mit der Frage: Wohin mit dem Sand, wenn der Aktionstag vorbei ist?", berichtet TuS-Vorsitzender Frank Wieber. Das Augenmerk der Verantwortlichen fiel schnell auf drei ungenutzte Tennisplätze im Liesertal zwischen dem Hotel "Anna-Maria" und dem Hubschrauber-Landeplatz. Die Fläche ist vor allem wegen dem bereits befestigten Untergrund und der Umzäunung gut geeignet für das Vorhaben. Also suchte der TuS-Vorstand das Gespräch mit dem bisherigen Benutzer des Platzes, der Tennisvereinigung Daun, und der Stadt. Man kam schnell zu einer Einigung, und der TuS erhielt das Nutzungsrecht. "Alle zeigten sich mit unserer Vorstellung einverstanden, und wir kamen zu einer schnellen Lösung", berichtet Wieber. Da die Grundvoraussetzungen geschaffen waren, wurde vom TuS ein Projektteam gebildet, das sich mit den Themen Kostenkalkulation und Pflege der Anlage auseinandersetzen soll. Für die Planung soll auch ein Architekturbüro eingebunden werden. Walter Jendl, Zweiter Vorsitzender des TuS, der dem Projektteam vorsteht, beschreibt die voraussichtliche Aufteilung des Areals: "Es sollen drei kleinere Beachvolleyball-Felder und zwei kleine Beachhandball-Felder entstehen, die bei Bedarf - zum Beispiel für das Finale eines Turniers - zu jeweils einem großen Feld pro Sportart umgebaut werden können." Die Arbeiten sollen bis zur Freiluftsaison 2006 beendet werden. Nur über die Nutzung ist man sich noch nicht ganz einig. Sicher ist nur, dass der Platz nicht völlig frei zugänglich gemacht werden soll, anders als in Neunkirchen, wo bereits seit längerem ein Beachvolleyball-Platz existiert, der bei Jugendlichen sehr beliebt ist. Zugangsfrage ist noch ungeklärt

Wieber ist der Meinung, dass den Dauner Schulen die Möglichkeit zur Nutzung des Platzes gegeben werden sollte. Jendl äußert Bedenken: "Wenn man sich mal überlegt, wie die Sporthallen, die von den Schulen genutzt werden, immer wieder aussehen, dann gibt einem das schon zu denken. Wir wollen nicht, dass die neue Anlage, die mit erheblichem finanziellen Aufwand unsererseits und seitens der Sponsoren entsteht, auch so schlecht behandelt wird." Das letzte Wort in dieser Frage sei aber noch nicht gesprochen, sagt Jendl. "Man kann nichts verteilen, was man noch gar nicht hat".