Drei Fragen an ...

Das Thema Bevölkerungsentwicklung beschäftigt Heinz Onnertz (parteilos), den Landrat des Vulkaneifelkreises, schon seit geraumer Zeit. Der 61-Jährige ist verheiratet, hat vier Kinder und stammt aus Neuss. Der TV stellt ihm drei Fragen.

Landrat Heinz Onnertz.Foto: privat.


Die Bevölkerung schrumpft. Die alten Menschen werden mehr, die jungen immer weniger. Was tut die Kommunalpolitik im Vulkaneifelkreis, um diesen Trend einzudämmen?

Onnertz: Das Ziel ist, den Trend umzukehren. Junge Leute in die Eifel zu holen und zu locken. Das wollen wir erreichen, indem wir auf vier Punkte setzen: Unternehmerfreundlichkeit, Familienfreundlichkeit, positive Darstellung der Gegend und Verwaltungsabbau.
Was tun Sie, um diese Ziele umzusetzen?

Onnertz: Den Unternehmern von der Verwaltung her viel helfen und wenig Ärger machen. Zum Beispiel bei Genehmigungsverfahren helfen und schnell arbeiten. Wir werden die Unternehmer an die Hand nehmen und das Problem zu unserem eigenen machen. Für Familien müssen Kitas und vernünftig ausgestattete Schulen aller Schularten zur Verfügung stehen. Eine vernünftige medizinische Versorgung gehört ebenfalls dazu.

Trotz der Ziele wird es künftig mehr ältere Menschen im Vulkaneifelkreis geben. Kümmert sich die Kommunalpolitik um spezielle Angebote für die alternde Gesellschaft?

Gerade arbeiten wir an den Beförderungsmöglichkeiten im individuellen Personennahverkehr. Das heißt, wir wollen künftig Bürgerbusse im Sinne von Rufbussen einsetzen. Außerdem sollen ältere Menschen auch auf dem Land in Wohngemeinschaften zusammenleben können.

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