Drinnen herrscht Harmonie, draußen tobt das Gewitter
Keine Überraschung: Ebenso wie Vorsitzender Manfred Schmitz wurde weitgehend die gesamte Vorstandsmannschaft der Werbegemeinschaft Hillesheim im Amt bestätigt. Lediglich die Posten der beiden Veteranen Günter Runge und Helmut Schlösser, die freiwillig nach mehr als einem Vierteljahrhundert ausschieden, wurden neu besetzt.
Hillesheim. (mh) Es blitzte, es donnerte, der Regen prasselte so lautstark auf das Dach des Zirkuszelts im Bolsdorfer Tälchen, dass bei der Versammlung der Werbegemeinschaft Hillesheim, an der urlaubsbedingt außer dem Vorstand nicht einmal 20 Mitglieder teilnahmen, zeitweise gar nichts mehr ging. Doch außer diesem Szenario, dem Bekenntnis von Bürgermeisterin Heike Bohn ("Ich habe bei Gewitter schon ein wenig Angst") und dem Umstand, dass die eindringenden Wassermassen nach und nach das gesamte Zelt fluteten, verlief die Versammlung unspektakulär. Vorsitzender Manfred Schmitz, der bereits im Vorfeld einen Rückzug von seinem Rückzug als Vorsitzender gemacht hatte (der TV berichtete), wurde ebenso einstimmig für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt wie beinahe der gesamte Rest der Führungsriege. Lediglich für die beiden langjährigen Vorstandmitglieder Günter Runge und Helmut Schlösser, die nicht mehr kandidierten, rückten zwei neue Beisitzerinnen nach: Steffi Dunkel und Lisa Lauer. Nachdem Vorsitzender Schmitz sich bei den Veteranen (Schlösser war ein Vierteljahrhundert im Vorstand, Gründungsmitglied Runge gar 30 Jahre) bedankt und ihnen einen Urlaubsgutschein überreicht hatte, kündigte er an: "Seien Sie gewiss, dass ich die nächsten zwei Jahre hier nicht nur absitzen werde!"Drei Punkte nannte er, die in Angriff genommen werden müssten: erstens eine Neukonzeption der Hillesheimer Weihnachtsmeile. "Wir haben es bislang nicht rüberbringen können, dass die Weihnachtsmeile kein Weihnachtsmarkt ist." Da die Leute aber die Stadt Hillesheim nach wie vor mit Markt verbinden würden, seien hier neue Überlegungen notwendig. Zweitens thematisierte Schmitz die geplante Ortsumgehung und meinte: "Wir dürfen jetzt, nachdem die Planung abgeschlossen ist und die Umgehung kommen wird, nicht schmollen, sondern müssen gemeinsam mit der Stadt daran arbeiten, das Beste daraus zu machen." Zudem regte er an, regelmäßig einen dritten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr zu veranstalten. Eine Anregung in ähnliche Richtung gab auch Bürgermeisterin Bohn, die zudem kurz Ergebnisse des Standortmarketing-Prozesses vorstellte. Sie sagte: "Es wäre schön, wenn es künftig wieder eine Hillesheimer Wirtschaftsschau geben würde." Dem pflichtete Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) bei. Schmitz regte daraufhin an, die Idee der Herbstschau ("mit der wir uns fast auf jeder Vorstandssitzung beschäftigen") im Rahmen des Standortmarketing-Prozesses aufzuarbeiten. Der jüngste Versuch, im Rahmen der Autoschau im Frühjahr einen Handwerker-Markt auf die Beine zu stellen, scheiterte nach Auskunft von Josef Marien jedoch kläglich.