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Dritter Kandidat für Mattes-Nachfolge steht fest

Dritter Kandidat für Mattes-Nachfolge steht fest

Thomas Welter ist der Bürgermeisterkandidat für die CDU in der Verbandsgemeinde Kaisers-esch. Nach Helmut Braunschädel, Ortsbürgermeister von Illerich, und Albert Jung, derzeit VG-Chef in Treis-Karden (beide unabhängig), ist er der dritte Bewerber um das Amt des abgewählten Ewald Mattes (der TV berichtete).

Kaisersesch. (bm) Selbstbewusst stellt sich Thomas Welter aus Leienkaul den Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes Kaisersesch als Bürgermeisterkandidat vor und überzeugt die große Mehrheit der Mitglieder. Von 44 gültigen Stimmen entfallen 31 auf den 30-Jährigen, während sein Gegenkandidat Franz-Josef Brengmann (54) aus Hambuch zwölf Stimmen für sich verbuchen kann.

Spannend ist die Wahl dennoch, denn auch der erfahrene Kommunalpolitiker und Ortsbürgermeister Brengmann gibt seiner Bewerbungsrede einen erfrischenden und überzeugenden Anstrich. Sowohl der junge als auch der ältere Kandidat stellen das Wiederherstellen des Vertrauens zum Verwaltungschef in Kaisersesch als dringendste Aufgabe heraus. Und die richtigen Entscheidungen im Hinblick auf den demografischen Wandel halten beide für zentrale Themen der Zukunft.

Thomas Welter soll nach dem mehrheitlichen Willen der CDU-Mitglieder bei der Urwahl am 7. November sein Glück versuchen. Der studierte Betriebswirt und Sparkassenverbandsprüfer ist verheiratet und hat eine zweijährige Tochter. In die CDU ist er spontan nach der Bundestagswahl 1998 eingetreten. Seit 2004 ist Welter im Kreistag Cochem-Zell und seit 2007 Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Kaisersesch. Im VG-Rat Kaisers-esch sitzt er seit 2009.

Als neuer Bürgermeister möchte Welter Neues wagen, etwa die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und das Technologie- und Gründerzentrum zu einer Gesellschaft unter einem Geschäftsführer zusammenfassen, und der soll nicht der Bürgermeister sein. Um das angeschlagene Vertrauen der Bürger in die Verwaltung wieder aufzubauen, schlägt Welter eine interne Revision vor, um Transparenz zu schaffen.

Auf Kooperation mit anderen Kommunen setzt der CDU-Kandidat, etwa mit der im Tourismusbereich erfahrenen VG Ulmen.

Mit seinen Vorstellungen zur Fusion mit der VG Treis-Karden hält sich Welter zurück: "Dazu gibt es noch keine Beschlüsse." Jetzt gehe es zunächst um eine starke VG Kaisersesch und einen starken Bürgermeister.

Vor der Wahl hielt MdL Anke Beilstein ein leidenschaftliches Plädoyer für die Parteien: "Ich bin entschieden gegen die derzeit praktizierte Wahltaktik, Parteikandidaten in die böse Ecke zu stellen."

Die Aussage unterstrich MdB Peter Bleser: "Aus gutem Grund haben wir nach dem Zweiten Weltkrieg Volksparteien gegründet, die ein breites Spektrum von Meinungen bündeln."