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DRK-Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück entlässt seine Managerin

Gesundheit : Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück entlässt Managerin

Der DRK-Rettungsdienst in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel soll neu formiert werden. In der Vergangenheit hat es nach TV-Informationen Probleme bei der Besetzung von Krankenwagen gegeben.

Der Aufsichtsrat des DRK-Rettungsdienstes Eifel-Mosel-Hunsrück hat seine Geschäftsführerin Ilse Pazen-Prinz (59) fristgerecht entlassen und von ihrer weiteren Tätigkeit mit sofortiger Wirkung freigestellt. Man wolle sich neu aufstellen, heißt es in einer Mitteilung, die dem TV vorliegt. Die Geschäftsführung übernehmen vorläufig Diana Peters, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel, sowie ihr Kollege Carsten Berg aus Bernkastel-Wittlich.

Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und Vorsitzender des Aufsichtsrats, bestätigt diese Informationen. Dazu gehöre auch ein Wechsel in der Geschäftsführung. „Es passiert ständig, dass sich ein Unternehmen neu ausrichtet“, sagt er. In diesem Zusammenhang sei es auch nicht ungewöhnlich, dass die Geschäftsführerin freigestellt worden sei.

Die Qualifikation für die Angestellten des Rettungsdienstes änderten sich. Darauf müsse man reagieren, sagt er. Die Stelle soll wieder  besetzt werden. Derzeit prüfe man, welches Profil ein Bewerber für die Position des Geschäftsführers aufweisen soll. Dazu gehöre, dass der Rettungsdienst in den beiden Landkreisen gewährleistet ist, sagt Hangert.

Nach TV-Informationen verfügte der Rettungsdienst in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel in der Vergangenheit nicht immer über eine ausreichende Anzahl von Mitarbeitern. Beispielsweise sollen im Juni und Juli 2018 Krankentransportwagen am Standort Bernkastel-Kues aus personellen Gründen häufig nicht besetzt gewesen sein, so dass Rettungswagen diese Aufgaben übernehmen mussten und diese deshalb im Falle von sich parallel ereigneten Notfällen nicht zur Verfügung gestanden hätten. Dadurch könne es zu deutlich erhöhten Wartezeiten kommen. Dazu hätten im Bereich der Rettungswache Bernkastel-Kues fünf langjährig beschäftigte Mitarbeiter gekündigt. Der DRK-Kreisverband Trier-Saarburg habe dem DRK Rettungsdienst Eifel-Mosel-Hunsrück im Herbst 2018 personell ausgeholfen, damit der Rettungsdienst in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel  alle notwendigen Fahrten übernehmen konnte. Hangert will das nicht kommentieren. Doch gehöre es zu den Aufgaben des künftigen Geschäftsführers, diese Probleme zu lösen. Die Aufgaben werden künftig nicht einfacher, denn die Anforderungen an die Besatzungen von Rettungswagen steigen, sagt er. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats betont weiter, dass beispielsweise ab 2023 Besatzungen von Rettungswagen als Notfallsanitäter ausgebildet sein müssen. damit diese bei Bedarf auch Medikamente verabreichen können.

Pazen-Prinz hatte die Geschäftsführung des DRK-Rettungsdienstes 2011 übernommen. Zu den Vorgängen will sie sich auf TV-Anfrage nicht äußern. Gottfried Kurz, Betriebsratsvorsitzender des DRK-Rettungsdienstes Eifel-Mosel-Hunsrück, sagt, die Arbeitnehmer nähmen die Veränderungen zur Kenntnis. Man sei von Arbeitnehmerseite darauf bedacht, die Fahrzeuge zu besetzen. „Wir sind froh, dass wir das Schiff halten können“, sagt er. Allerdings sei die bisherige Geschäftsführerin nicht schuld am Fachkräftemangel im Sanitäterbereich.