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Ehepaar aus Pelm veröffentlicht Buch über ein fast vergessenes Unglück

Gedenken : Historische Dokumentation geht auf Zeitreise zurück zum Pelmer Zugunglück

Mit der Dokumentation „Furchtbares Zugunglück in der Eifel“ bewahren Thea und Wolfgang Merkelbach die Erinnerung an die Opfer vom 19. Mai 1897.

An die zehn Jahre lebten Thea und Wolfgang Merkelbach bereits in ihrem Haus in Pelm, als sie 1984 durch Zufall von einem Ehrenmal für die Toten eines Eisenbahnunglücks erfuhren. Ein Ehrenmal? Ein Eisenbahnunglück? Davon hatte das an der Geschichte und Politik seines Wohnortes und der Region durchaus interessierte Lehrer-Ehepaar (siehe Info) bis dato nichts gehört.

Aber auf der Tagesordnung der Ratssitzung, an der Thea Merkelbach damals als Gegnerin einer geplanten Wildwasserbahn an der Kasselburg teilnahm, stand auch die „Unterschutzstellung des Eisenbahndenkmals“. Was Thea Merkelbachs Neugier weckte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann entdeckte sie schließlich das graue Steinmonument „auf Pelmer Bann“ unter Dornengestrüpp. Es sollte der Beginn „einer langjährigen spannenden Geschichte“ sein - so heißt es im Vorwort des nun vorgelegten Bild- und Textbands.

Was das Ehepaar Merkelbach in dem großformatigen Buch mit festem Einband auf 60 Seiten zusammengestellt hat, reicht von historischen Zeitungsberichten und Fotografien von der Unglücksstelle bis zu einem aktuellen Foto, das Mitglieder der Kreisgruppe Eifel des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. im Arbeitseinsatz am Ehrenmal zeigt.

Der Zusammenhang zwischen dem Unglück und der Gründung des Gerolsteiner Krankenhauses wird aufgezeigt. Den möglichen Gründen für die Entgleisung von sieben Waggons des Militärzugs, der von Wuppertal über die Eifelstrecke nach Metz unterwegs war, wird nachgegangen. Die Gerichtsverhandlung ist Thema.

Die zehn Todesopfer werden namentlich genannt. Und die Geschichte des Denkmals ist akribisch dokumentiert - von der Einweihung (1898) über die Einrichtung eines „Arbeitskreises Eisenbahndenkmal“ (1994)  und die Gedenkfeier anlässlich des 115. Jahrestags des Unglücks (2012) bis zum Ausblick, dass 2022 eine größere Gedenkfeier stattfindet, „wenn sich das Unglück zum 125. Mal jährt und wir Corona bis dahin im Griff haben“, wie Thea Merkelbach schreibt.

 Diese historische Aufnahme ist eines von vielen Bildern, die in dem Buch über das Zugunglück in Pelm gezeigt werden.
Diese historische Aufnahme ist eines von vielen Bildern, die in dem Buch über das Zugunglück in Pelm gezeigt werden. Foto: TV/Archiv Merkelbach
 Das Denkmal in Pelm erinnert an die Ereignisse im Mai 1897, die nun im neuen Buch der Merkelbachs aufgegriffen werden.
Das Denkmal in Pelm erinnert an die Ereignisse im Mai 1897, die nun im neuen Buch der Merkelbachs aufgegriffen werden. Foto: TV/Thea Merkelbach

Das im Netteverlag (Nettetal) erschienene Buch „Furchtbares Zugunglück in der Eifel“ kann zum Selbstkostenpreis von 15 Euro in der Buchhandlung Raabe in Gerolstein oder bei dem Autoren-Ehepaar Merkelbach in Pelm unter Telefon 06591/4905 oder auch per  E-Mail an thea.merkelbach@freenet.de erworben werden.