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Eifel: Beliebt bei Wanderern und Radfahrern - auch während Corona

Tourismus : Neue Angebote für Radfahrer und Wanderer – So kommt das GesundLand Vulkaneifel durch die Corona-Krise

Was bei der GesundLand Vulkaneifel GmbH im vergangenen Jahr besonders gut ankam, was 2022 fortgeführt wird und an Neuem geplant ist: Im TV-Gespräch resümiert Vera Merten, Geschäftsführerin der Destination Management Organisation (DMO) – und sie hält Ausblick.

Dass aus der im Jahr 2009 geborenen Idee der Verbandsgemeinden Daun, Manderscheid (heute Wittlich-Land) und Ulmen, sich gemeinsam als Gesundheitsregion zu positionieren, ein quirliges, erfolgreiches Unternehmen mit Namen GesundLand Vulkaneifel geworden ist, dürfte sich hinlänglich herum gesprochen haben (der TV berichtete mehrfach). „Wer auch immer Vulkaneifel googelt, findet uns“, bringt die Geschäftsführerin Vera Merten es auf den Punkt. „Dabei sind wir stets sehr selbstkritisch unterwegs“, räumt sie ein. Und betont: „Wir bleiben ständig an Aufgaben dran, verbessern und passen an.“

Wie das Jahr 2021 für das GesundLand Vulkaneifel war

Corona war das vorherrschende Thema, und das Sommerwetter stellte sich als eher durchwachsen heraus. „Dann kam die Schockstarre“, erklärt Vera Merten mit Blick auf die Flutkatastrophe Mitte Juli. Die Telefone hätten nicht still gestanden. Einerseits um zu stornieren, denn die Gäste, die bereits gebucht hatten, waren verunsichert und wollten nicht als Katastrophentouristen gelten. Andererseits um sich zu erkundigen, wie die Lage vor Ort ist. „Da konnten wir einige überzeugen, dass die Infrastruktur für Urlauber durchaus gewährleistet ist“, erinnert sich die Geschäftsführerin. Doch seien die Tagestouristen zunächst fast komplett weggeblieben. Die 2G-Regelung ab November habe sich ähnlich einem Lockdown nachteilig auf die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe ausgewirkt. Dennoch: „Was die Zahl der Übernachtungen angeht, war das Jahr 2021 insgesamt in Ordnung“, erklärt Vera Merten.

Besonders die Rundwanderwege locken Urlauber in die Eifel

Weil die Vulkaneifel so viel Natur und Landschaft biete und dabei jede Menge Platz habe, um sich aus dem Weg zu gehen, hätten sich die Rundwanderwege abseits von Hotspots als absolut beliebte Ziele erwiesen, betont sie. Und was unter dem Motto „HeimatSpuren“ (siehe Extra) 2020 aus der (Corona-)Not heraus entwickelt worden sei, nämlich die Vermarktung lokaler Wanderwege, habe sich auch im vergangenen Jahr als bestmögliche Strategie erwiesen. „Schon seit mehreren Jahren sind wir mit Wanderwegen auf dem ‚Treppchen’ gewesen“, freut sich Vera Merten. Dass 2021 der VulkaMaar-Pfad zu Deutschlands schönstem Wanderweg im Bereich Mehrtagestouren gewählt wurde, sei eine weitere, ganz großartige Bestätigung und mit viel Publicity einhergegangen. „Was Neues zieht an, das merkt man umgehend“, weiß die Geschäftsführerin.

Diese Angebote gibt es für Radfahrer in der Eifel

Was den Wanderer freut, lässt auch das Radfahrerherz höher schlagen. Der ohnehin von Mountainbikern stark frequentierte Trailpark wurde in den Bereichen Wittlich-Land und Bad Bertrich um 100 Kilometer auf 850 Kilometer erweitert – eine Aufwertung, die nach den Worten Vera Mertens für noch mehr Resonanz und Begeisterung sorgt. Wenn auch abgespeckt, so doch erfolgreich und im Hygienekonzept überzeugend sei der Vulkanbike-Marathon mit Deutscher E-Bike-Meisterschaft im September über die Bühne gegangen. Während im Wittlicher Land der neue Eifel-Pilger-Radweg mit Klausen und Himmerod als (vorläufigen) Eckpunkten weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit sorge.

 Was im Jahr 2022 im GesundLand Vulkaneifel geplant ist

Die oben erwähnten „HeimatSpuren“ werden mit einheitlichen Startschildern versehen, was eine qualitative Aufwertung und eine Festigung der Marke bedeutet. In Bad Bertrich wird eine bereits in 2021 fertig gestellte neue „HeimatSpur“ eröffnet. Zur Ausweisung entsprechender Wege in Daun (Ernstberg), Eisenschmitt und Bettenfeld (Mosenberg) laufen Gespräche. Das für Gäste in den Leistungsbetrieben des GesundLands Vulkaneifel geltende, bisher nur in Papierform vorliegende „Couponheft“ mit Gutscheinen (zum Beispiel für eine Packung Wildfutter oder eine Tasse Kaffee) soll digitalisiert, das Angebot im E-Bike-Verleih ausgebaut werden.

„Wir planen fleißig und hoffen, dass letztendlich auch alles durchgeführt werden kann“, sagt Vera Merten zum Thema Kultur und Tourismus. Mit der kurz vor der Vollendung stehenden Restaurierung des Kursaals in Bad Bertrich könnten dort neue Impulse gesetzt werden. Der Maare-Mosel-Lauf, der Vulkanbike-Marathon und der Dauner- und Dauer-Bestseller „Klassiker auf dem Vulkan“ gingen als bewährte Veranstaltungen im Jahr 2022 in die nächste Runde. Damit sich auch die Einheimischen noch mehr mit der Marke GesundLand Vulkaneifel identifizieren, werden Videospots in Supermärkten gezeigt.

Warum das Tourismusangebot in der Eifel für junge Familien noch ausgebaut werden muss

In den beiden Coronajahren 2020 und 2021 hat sich die Anziehungskraft der Vulkaneifel für Familien mit Kindern und für junge Erwachsene deutlich gesteigert. Um diesem Trend gerecht zu werden, müssten für die Zielgruppe spezielle Angebote geschaffen werden. Die Lücken auf den Radwegen, auch über die Grenzen des GesundLands Vulkaneifel hinaus, müssten zumindest mittelfristig geschlossen werden. „Und das Gastgewerbe muss einen anderen Stellenwert bekommen“, betont Vera Merten. Wenn sich auch die Betriebe immer wieder etwas einfallen ließen, räumt sie mit Blick etwa auf höhere Löhne und günstigere Arbeitszeiten ein: „Personal fehlt an allen Ecken und Enden.“