Eifel-Krimifestival ehrt Jacques Berndorf, der die Veranstaltung vor 30 Jahren mit ins Leben rief

Kostenpflichtiger Inhalt: Tatort Eifel : Krimifestival ehrt Jacques Berndorf

Zu der Jubiläumsfeier 30 Jahre Eifel-Krimi sind rund 220 Besucher ins Hillesheimer Hotel Augustiner-Kloster gekommen. Im Rahmen des Krimifestivals Tatort Eifel ist Autor Jacques Berndorf für seine Werke gefeiert worden.

„Ich habe hier einen Autoren kennengelernt, und da werde ich jetzt Einiges zu lesen haben, was mich auch interessiert, weil: Der Mann kann schreiben“, sagt Schauspieler Heinz Hoenig über Jacques Berndorf im Gespräch mit dem TV. Zwei lange Passagen aus Eifel-Blues und Eifel-Krieg hat Hoenig dem Publikum der Jubiläumsfeier zu 30 Jahre Eifel-Krimi vorgelesen.

Der Darsteller ist offensichtlich angetan von den Berndorf-Geschichten, nennt das, was er gelesen hat „eine perfekte Story“ und stellt fest: „Dieser Mann, der das geschrieben hat, hat das auf alle Fälle aus Liebe getan.“ Als Mann vom Filmfach erklärt er: „Der Typ mit seiner Katze wurde so schön beschrieben, mit all seiner Liebe, da braucht man als Regisseur nicht mehr allzu viel zu tun. Hier ist es schon so genau, so mit Herz geschrieben, ich würde gerne eins davon mal verfilmen.“

Moderatorin Patricia Küll will gleich zu Beginn der Veranstaltung von Jacques Berndorf wissen, was er gedacht hätte, wenn ihm jemand vor 30 Jahren den Erfolg vorausgesagt hätte. Die Antwort des 82-Jährigen ist lapidar: „Der spinnt!“ Ergänzend sagt er dann: „Ja klar bin ich stolz, darf ich ja auch sein.“

Für die Besucher ist es ein kurzweiliger Abend mit den beiden Lesungen, der Musik der Combo des Landes-Polizeiorchesters, Filmausschnitten aus SWR-Produktionen über Jacques Berndorf und einer Talk-Runde. Dabei gehen Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann, Verleger und Krimi-Autor Ralf Kramp und Verlegerin Ulrike Rodi auf die Bedeutung Berndorfs für die Eifel ein. „Die Touristiker hätten das nicht besser beschreiben können. Der Krimi wurde zum Reiseführer“, sagt Hoffmann.

Ralf Kramp erinnert sich: „Anfang der 1990er Jahre habe ich festgestellt, da ist ja einer, der schreibt über unsere Region, wobei ich in der Nordeifel aufgewachsen bin, und zu der Zeit war es nicht üblich, dass man über die Landesgrenze weiter in Richtung Süden fuhr.“ Durch Berndorf habe er die Vulkaneifel kennen gelernt: „Es war total interessant zu lesen, dass jemand eine Geschichte einbettet in die Region, und er das so glaubwürdig macht, dass man wirklich da hinfahren kann.“

Das Geheimnis des Erfolgs der Berndorf-Krimis liegt für Ulrike Rodi auf der Hand: „Es ist diese Verbundenheit, dieses Heimatgefühl das man hat, man erkennt vieles wieder, dann die Komponente mit den Katzen und am Ende wird das Böse auch gestellt.“ Ein Ehepaar aus Köln ist eigens für die Veranstaltung angereist und fasst im TV-Gespräch zusammen: „Wir sind Berndorf-Fans von Anfang an und früher oft zu Lesungen gefahren. Jetzt ist es einfach toll, ihn hier noch mal zu sehen und alles, was hier gesagt wurde, das passt einfach. Ohne Eifel-Krimis hätten wir nicht diese Verbundenheit hierher.“

Schauspieler Heinz Hönig liest aus dem Jacques-Berndorf-Krimi Eifel-Blues. Foto: Alwin Ixfeld

Das Fazit von Jacques Berndorf nach der Veranstaltung fällt deutlich kürzer aus: „Gemessen an den 30 Jahren war es wunderschön heute Abend.“ Das Krimifestival Tatort Eifel dauert noch bis Samstagabend. Es gibt nur noch sehr wenige Restkarten für kleinere Veranstaltungen.

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