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Eifel punktet mit Gesundheit

Eifel punktet mit Gesundheit

Gesundheitstourismus soll künftig noch mehr Reisende in die Vulkaneifel führen. In Daun stellten am Mittwoch Touristiker und Bürgermeister den Zeitplan für die Umsetzung des Projekts "Gesundheitslandschaft Vulkaneifel" vor. Erste Angebot soll es schon im Sommer geben.

Daun/Manderscheid/Bad Bertrich. Die Gesundheitslandschaft Vulkaneifel geht mit Riesenschritten in die Verwirklichung. Die Bürgermeister der beteiligten Verbandsgemeinden Daun, Manderscheid und Ulmen, Wirtschaftsförderer Alfred Bauer und das mit der fachlichen Begleitung beauftragte Beratungsbüro

Project M GmbH erläuterten am Mittwoch den Fahrplan: Bereits im Sommer soll es konkrete gesundheitstouristische Pilotangebote geben, die 2011 marktreif sind.

Bislang haben mehr als hundert Anbieter ihr Interesse bekundet, im Netzwerk der Gesundheitslandschaft mitzuarbeiten und dort Angebote in Bereichen wie Sauna, Wandern oder Massage zu formulieren.

Für sie und weitere Leistungsträger ist am 18. Februar um 13 Uhr im Schloss Bad Bertrich das nächste Treffen anberaumt, um mögliche Angebote zu definieren. Wie diese Angebote aussehen, steht derzeit noch nicht fest.

"Es gilt, alle Anbieter aktiv in die weiteren Abläufe einzubinden", betonte Cornelius Obelier von Project M. Wie viele neue Gäste mit der Gesundheitslandschaft in die Vulkaneifel gelockt werden können, sei nicht zu beziffern. Aber klar ist nach Aussagen des Dauner VG-Bürgermeisters Werner Klöckner: "Wir erwarten ein großes Wachstumspotenzial."

Standort des Kompetenz-Zentrums unklar



Gerade die Natur der Vulkaneifel biete einen einzigartigen und gesundheitsfördernden Rahmen. Klöckner betonte, dass keine andere gesundheitstouristische Region derart qualifiziert sei, nicht nur im Nachhinein heilend, sondern präventiv gesundheitsfördernd zu wirken.

"Das Ziel ist es auch, im Rahmen der beruflichen Gesundheitsförderung von Krankenkassen und Unternehmen unterstützt zu werden", skizzierte Obier weitere Effekte, mit denen die Gesundheitslandschaft Vulkaneifel rechnen könne. Unter anderem mit ausgebildeten Therapeuten und Anti-Stress-Coaches sollen die gesundheitsrelevanten Vorteile der Vulkaneifel-Landschaft in Szene gesetzt werden.

Doch bis es so weit ist, muss unter anderem die Organisationsstruktur festgelegt, ein Geschäftsplan aufgestellt und auch ein Kompetenz-Zentrum aufgebaut werden, das Marketing und Vertrieb koordiniert. Wo dieses Zentrum angesiedelt sein wird, ist noch unklar. Extra Gesundheitslandschaft Vulkaneifel Die Kurorte Daun, Manderscheid und Bad Bertrich waren als Netzwerk die einzige Region, die sich an einem bundesweiten gesundheitstouristischen Ideen-Wettbewerb beteiligt hatte (der TV berichtete) - alle anderen Heilbäder gingen als Einzelkämpfer an den Start. Die gelungene Kooperation war ein Grund für den Sieg. Die Gesundheitslandschaft kann als Gewinnerin nun mit einer 80-prozentigen Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz rechnen. Nach einer Ausschreibung wurde die Beratungsfirma Project M GmbH (Sitz in Berlin, Lüneburg, Stuttgart) mit der fachlichen Begleitung der Umsetzung beauftragt. Alle Angebote der Gesundheitslandschaft werden einer Qualitätsprüfung nach anerkannten Kriterien unterzogen.