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Eifel Rallye Festival: Show der alten Boliden

Eifel Rallye Festival: Show der alten Boliden

Das erste ADAC Eifel Rallye Festival nur mit historischen Rallye-Fahrzeugen ist vorbei, und die Organisatoren sind mehr als zufrieden mit der Resonanz auf die Veranstaltung. Die historischen Rallye-Boliden zeigten auf den Vulkaneifelstrecken, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und noch immer Tempo machen können.

Daun. Alter zieht: So könnte man das umschreiben, was das erste Eifel Rallye Festival zu einem absoluten Erfolg gemacht hat. "Das größere Interesse bei der Eifel Rallye lag auch früher schon bei den Oldtimern. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Weg sich als absolut richtig erweist. Hier wächst etwas Großes heran", sagt Rallye-Legende Walter Röhrl, der die Schirmherrschaft des Rallye-Festivals übernommen hatte. 150 Zeitzeugen der Rallye-Geschichte der vergangenen 50 Jahre möbelten die Vulkaneifel mächtig auf mit kraftstrotzenden Motoren, spektakulären Drifts, faszinierendem Sound und viel Herzblut bei den Fans. Und das, obwohl es eigentlich um nichts ging: Eine Zeitwertung gab es nicht. Doch dafür lieferten die Fahrer, die alle total verrückt nach ihren Rallye-Oldtimern sind, eine Show auf Asphalt, Schotter und Gras, die sich gewaschen hatte. Garant für die Supershow des weltweit größten rollenden Rallye-Museums waren Stars wie Jochi Kleint, Harald Demuth, Sepp Haider und allen voran Rallye-Legende Walter Röhrl, der es krachen ließ mit Autos wie dem Audi S1 oder dem Ascona 400, die er einst in seiner aktiven Zeit gefahren hatte. Schon beim Shakedown in Neichen waren die Fans von den Fahrkünsten der 64-jährigen Rallye-Legende begeistert, bei der Autogrammstunde in Daun zeigte Röhrl dann, dass er auch mit dem Stift schnell ist, und gab über eine Stunde lang eine Unterschrift nach der anderen. "Der Shakedown mit 3000 Fans hat unsere Erwartungen übertroffen, so viele Besucher hatten wir hier noch nie", sagte Organisationsleiter Peter Schlömer vom MSC Daun freudig. Die Rallye-Oldies bei den Wertungsprüfungen waren das eine. Zudem hatte der Motorsportclub Daun als Veranstalter die Leopoldstraße zur Rallye-Meile deklariert. Das hieß, statt wie sonst auf dem Senheld konnten die Fans auf dem Marktplatz und dem Parkplatz am Kino den Mechanikern über die Schulter schauen und mit den Fahrern fachsimpeln. Aussteller boten alles rund um die Rallye an - vom Modell bis zu Büchern, Kalendern und Kleidung. Zum Abschluss gab es eine rauschende Open-Air-Party mit Live-Musik und einem Feuerwerk. Der neue Weg vom modernen Rallye-Sport hin zum historischen Rallye-Festival scheint gelungen zu sein. Peter Schlömer ist hochzufrieden mit der Veranstaltung: "Wir haben noch nicht alle Zahlen ausgewertet, aber insgesamt müssen fast 30 000 Fans hier in der Eifel gewesen sein. Das ist eine tolle Anerkennung für unsere Arbeit und bestärkt uns, an diesem bislang einmaligen Konzept weiterzuarbeiten."Video unter volksfreund.de/videosRund 600 Helfer von Feuerwehren und der ehemaligen Veranstaltergemeinschaft der Eifel Rallye waren mit dabei. Geld für die Villa Kunterbunt: Dank der Versteigerung einer Mitfahrt bei der Rallye (1010 Euro) und einer besonderen Uhr von Walter Röhrl (1600 Euro) kamen insgesamt 2610 Euro zusammen, die Christoph Block von der Villa Kunterbunt beim Shakedown übergeben wurden und nun für die Elterwohnung bei der Villa Kunterbunt verwendet werden. Beim Rallye-Festival feierte "Slowly-Sideways"-Chef Reinhard Klein seinen 58. Geburtstag, bekam ein Ständchen von allen Teams gesungen und eine Torte mit seinem MG Metro 6R4, und das sei sein bisher "schönster" gewesen, sagte er. HG